1. Tag: Mittwoch, 30. September 2026
Transfer im Reisebus oder mit dem Zug zum Flughafen Zürich. 12.55 Uhr: Direkter Linienflug mit Swiss LX 780 nach Brüssel, wo wir um 14.15 Uhr landen werden. (Upgrade auf Businessklasse auf Anfrage und gegen Aufpreis.) Nach unserer Ankunft und Entgegennahme des Gepäcks Bustransfer zu unserem Hotel im historischen Zentrum von Gent (Entfernung: ca. 60 km). Einst grösste Stadt des mittelalterlichen Europas ist Gent heute eines der meist gehüteten Geheimnisse unseres Kontinents. Die Stadt hat einen einzigartigen Charakter: klein genug, um gemütlich zu sein, gross genug, um vor Lebendigkeit zu sprühen. Die alten Backsteinbauten in Gent, direkt am Wasser und die Blicke von den Brücken auf Paläste, Gilde- und Bürgerhäuser sind einzigartig. Nach unserer Ankunft im Hotel Check-in und Zimmerbezug. Kommen Sie in aller Ruhe an und richten Sie sich in Ihren Zimmern ein. Am frühen Abend treffen wir uns wieder und unternehmen gemeinsam einen kleinen Spaziergang in ein nahegelegenes Restaurant, wo wir unser Willkommensdinner zelebrieren werden.
2. Tag: Donnerstag, 01. Oktober 2026
Nach dem Frühstück unternehmen wir heute einen ganztägigen Ausflug nach Brügge (Entfernung: ca. 60 km). Es gibt Orte, die wir mit den Augen sehen, und Orte, die wir mit der Seele fühlen – Brügge in Flandern gehört ganz gewiss zu Letzteren. Die Stadt war im frühen 15. Jahrhundert eine führende Handelsstadt in Europa. Im “Huis ter Beurze” trafen Kaufleute aus den Hansestädten der Nord- und Ostsee mit Händlern aus Florenz, Venedig und Genua zusammen und Jan van Eyck war mit seiner Werkstatt in Brügge Hofmaler des Burgunderherzogs Philipp. Während unseres Stadtrundgangs werden wir spüren, dass die Stadt dazu einlädt, langsamer zu werden und Schritt für Schritt tiefer in ein ganz besonderes lebendiges (Städte)-Gemälde einzutauchen. An Orten wie dem Rozenhoedkaai, wo sich die stolzen, mittelalterlichen Treppengiebel im stillen Wasser spiegeln, spürt man ein tiefes Gefühl von Geborgenheit und Nostalgie. Die alten Backsteine erzählen Geschichten von glanzvollen Zeiten, von Händlern, Seefahrern und flämischen Meistern. Sie haben Kriege und Jahrhunderte überdauert, um heute als stumme Zeugen einer unvergänglichen Schönheit am Ufer zu stehen und uns zu berühren. Nach unserem Mittagessen besichtigen wir das Groeninge-Museum, in dem neben wichtigen Werken van Eycks zahlreiche weitere Hauptwerke der flandrischen Malerei zu sehen sind. Abseits des sanften Plätscherns der Kanäle, verborgen im Herzen der Stadt, öffnet sich im Groeninge-Museum eine Tür zu einer Welt, die uns tief im Inneren berühren wird. Es ist kein blosses Ausstellungsgebäude, sondern ein intimer Raum des Staunens, in dem sechs Jahrhunderte flämischer Kunstgeschichte lebendig werden. Beim Blick auf das Porträt der Margareta van Eyck schaut man nicht einfach nur auf ein Gemälde. Man blickt einer Frau direkt in die Augen, die vor fast 600 Jahren von ihrem Ehemann mit unendlicher Liebe und Präzision gemalt wurde. Jedes Bild im Museum flüstert von Vergänglichkeit, von unsterblicher Liebe, von Glauben und von der ewigen Suche des Menschen nach Sinn. Und wenn wir nach der Führung das Museum wieder verlassen und hinaus in das weiche Licht von Brügge treten, werden wir die Stadt mit anderen Augen sehen. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Gent. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Individuelles Abendessen.
3. Tag: Freitag, 02. Oktober 2026
Gent ist untrennbar mit dem Wasser verbunden, das sich wie silberne Lebensadern durch die Stadt zieht. Wenn man am Ufer der Leie steht, spürt man das tiefe Fundament, auf dem dieser Ort ruht. Die gewaltigen Fassaden der alten Zunfthäuser an der Graslei erzählen von unermesslichem Reichtum, von stolzen Bürgern und einem unbändigen Freiheitsdrang. Und über allem thronen die drei legendären Türme – die St.-Niklas-Kirche, der Belfried und die St.-Bavo-Kathedrale –, die wie steinerne Ausrufezeichen in den flämischen Himmel ragen. Mit einem Paukenschlag beginnt das 15. Jahrhundert der Kunst: Ganz zu ihrem Beginn, im Jahre 1432, wird mit dem Genter Altar der Brüder van Eyck das wohl grösste und berühmteste Werk der gesamten flandrischen Malerei vollendet. An diesem faszinierenden Polyptichon werden sich alle Maler der kommenden Epochen orientieren und an ihm werden sie sich messen müssen. Nach einer jahrelangen Restaurierung erstrahlt er wieder in voller Farbenpracht. Um 11.00 Uhr werden wir heute Vormittag im Rahmen einer exklusiven Führung dieses grosse Meisterwerk in der St. Bavo-Kathedrale in Gent bewundern. Nach der Führung individuelles Mittagessen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Was wäre Flandern ohne Antwerpen? Die vielseitige Hafenstadt ist Wirtschaftszentrum, Mode-Metropole und Diamantenbörse. Am Nachmittag fahren wir mit unserem Privatbus nach Antwerpen (Entfernung: ca. 60 km). Bevor wir am Abend in das wunderschöne Konzerthaus gehen, bleibt Zeit für einen Spaziergang durch die malerische Altstadt. Die Kirchen rund um den historischen Grote Markt mit seinen prächtigen Gildehäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert und die gotische Liebfrauenkathedrale sind wahre Schätze. Nach einem leichten Abendessen ist es nicht mehr weit bis zur legendären Queen Elisabeth Hall (niederländisch: Koningin Elisabethzaal). Die Seele des Saals reicht weit zurück bis ins Jahr 1897, als er als prachtvoller Festsaal für die Königliche Zoologische Gesellschaft erbaut wurde. Nach schwerer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und einem verheerenden Brand erlebte er mehrere Leben, bis er im Jahr 2016 völlig neu erfunden wurde. Den Architekten gelang ein Geniestreich: Sie legten verborgene, wunderschöne Art-Nouveau-Fassaden aus der Jahrhundertwende frei und umschlossen sie mit einem lichtdurchfluteten, modernen Atrium. Wer das Foyer betritt, wandert buchstäblich durch die Schichten der Zeit. Das Sinfoniekonzert mit dem „Antwerp Symphony Orchestra“ beginnt um 20.00 Uhr. Nach dem Konzert Rückfahrt nach Gent.
4. Tag: Samstag, 03. Oktober 2026
Heute Vormittag wartet erneut grosse Kunst auf uns. Wir schlendern durch die malerische Altstadt von Gent und erreichen schon bald unser Ziel: das weltberühmte „Museum der Schönen Künste“. Das „MSK Gent“ meisselt eine Brücke über 600 Jahre Kulturgeschichte. Wer vor den düsteren, aufwühlenden Meisterwerken eines Hieronymus Bosch steht, spürt das tiefe, zeitlose Ringen zwischen Gut und Böse, das uns Menschen seit jeher begleitet. Einen Wimpernschlag weiter fängt die flämische Naturlyrik von Emile Claus uns ein: Das Licht seiner sonnendurchfluteten Landschaften ist so intensiv, dass man meint, die Wärme der flämischen Sonne auf der Haut zu spüren und den Wind in den Bäumen zu hören. Die grosszügige Architektur des Gebäudes schenkt den Werken Raum zum Atmen – und uns den Raum, um innezuhalten. Nach der Führung individuelles Mittagessen und Zeit zur freien Verfügung. Um 15.00 Uhr treffen wir uns wieder im Hotel und mit unserem Privatbus fahren wir nach Brüssel (Entfernung: ca. 60 km). In der Brüsseler Altstadt unternehmen wir einen Orientierungsspaziergang. Wir flanieren von den Galeries Royales Saint-Hubert, der ältesten Ladenpassage der Welt, zum Grand-Place (UNESCO-Welterbe), dem vielleicht schönsten Marktplatz Europas. Und natürlich begrüssen wir das Manneken Pis – das Wahrzeichen der Stadt. In einer Brasserie geniessen wir ein leichtes Abendessen und freuen uns auf den bevorstehenden Opernabend in der weltberühmten Brüsseler Oper. Als sich zwei junge Menschen in Verona zum ersten Mal begegnen, verändert sich ihr Leben für immer. Sie wissen, dass sie füreinander bestimmt sind, auch wenn ihre Familien aufgrund einer Blutfehde erbitterte Feinde sind … Charles Gounod zählte zu den bedeutendsten und erfolgreichsten französischen Komponisten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf der Grundlage eines Librettos, das sich eng an William Shakespeares *Romeo und Julia* anlehnt, schuf Gounod eine ausdrucksstarke Partitur, die alle Nuancen dieser unsterblichen Liebesgeschichte treffend einfängt. In Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Cécile Trémolières entwirft Regisseurin Julia Burbach eine poetische Landschaft, in der sich Gefühle frei entfalten können, in die jedoch auch schleichend Rivalität und Gewalt eindringen. Mit diesem Werk voller herrlicher Melodien gibt die Dirigentin Valentina Peleggi ihr Debüt an der Opéra Monnaie. Die Oper „Roméo et Juliette“ beginnt um 19.00 Uhr. Nach der Vorstellung Rückfahrt nach Gent.
5. Tag: Sonntag, 04. Oktober 2026
Heute heisst es leider schon wieder Abschiednehmen vom schönen Gent. Unsere Fahrt zum Flughafen von Brüssel nutzen wir für eine orientative Stadtrundfahrt. Mit dem Bus fahren wir vom Norden in die Stadt hinein – vorbei an der königlichen Domäne, dem Brüssler Hafen und dem Quartier du Nord. Thematisch streifen wir damit die belgische Monarchie und Wirtschaft und die umstrittenen Stadtvisionen der 1970er Jahre. Brüssel ist auch die Hauptstadt des Jugendstils – noch heute stehen hier rund 1.000 Bauten dieser eleganten Kunstrichtung, einige sind UNESCO-Welterbe. Um ca. 13.00 Uhr erreichen wir den Flughafen von Brüssel. 15.00 Uhr: Direkter Linienflug mit Swiss LX 781 nach Zürich, wo wir um 16.15 Uhr landen werden. Anschliessend Transfer mit dem Reisebus oder mit dem Zug nach Basel, wo wir gegen 18.30 Uhr ankommen werden.
Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten.












