1. Tag: Donnerstag, 12. November 2026
Um 9.36 Abfahrt mit dem Zug von Basel SBB nach Zürich Airport in der 1. Klasse. Um 12.55 Uhr fliegen wir mit SWISS nach Venedig, wo wir um 14.00 Uhr landen. Nach der Entgegennahme des Gepäcks werden wir von unserer örtlichen Reisebegleitung begrüsst.
Mit exklusiv für DIVERTIMENTO gecharterten Taxi-Booten fahren wir vom Flughafen direkt zu unserem Hotel, wo wir um ca. 16.30 Uhr erwartet werden. Nach dem Einchecken Zeit zur freien Verfügung.
Der Nachmittag bleibt bewusst frei zum Ankommen, Auspacken, Frischmachen und inneren Umschalten. Gerade am ersten Reisetag tut diese kleine Pause gut — und sie schenkt uns die nötige Ruhe, bevor am Abend schon das erste musikalische Highlight auf uns wartet.
Um 18.00 Uhr treffen wir uns wieder im Hotel, zelebrieren unseren italienischen Aperitivo mit lokalen Köstlichkeiten und gehen im Anschluss zu Fuss (ca. 850 m) zum historischen „Teatro Malibran“.
Inmitten der goldenen Logen, umhüllt vom sanften Flüstern venezianischer Jahrhunderte, verschmelzen bei unserem heutigen Konzert im „Teatro Malibran“ zwei Ausnahmekünstler, Joshua Bell und Peter Dugan, mit einem Programm, das wie eine Reise durch die menschliche Seele anmutet.
Der Abend beginnt mit einer glanzvollen Verheissung: Ludwig van Beethovens Sonate Nr. 3 in Es-Dur flutet den historischen Raum mit purer, jugendlicher Lebensenergie. Peter Dugans Klavier perlt voller Esprit durch den Saal, während Joshua Bells Violine mit jenem warmen, singenden Ton antwortet, der ihn weltberühmt gemacht hat. Den furiosen Höhepunkt unseres ersten Konzertabends bildet Camille Saint-Saëns’ Sonate Nr. 1 in d-Moll. Sie ist der Inbegriff französischer Spätromantik, voller Eleganz und ungezähmter Leidenschaft. Und wenn der letzte Akkord im „Teatro Malibran“ verhallt, bleibt für einen kurzen Augenblick eine magische Stille, die uns berühren wird. Was bleibt, ist das Gefühl, Zeuge eines unendlichen Moments der Schönheit geworden zu sein – getragen von zwei Meistern ihres Fachs an einem der romantischsten Orte der Welt.
Was für ein schöner Abend! Nach dem Konzert Fussweg zurück zum Hotel.
2. Tag: Freitag, 13. November 2026
Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Hotel sind wir bestens gestärkt für einen Spaziergangdurch versteckte Ecken in Venedigs Stadtteil Castello. Klangvolle Namen wie der Markusplatz und die Chiesa della Pietà, u. a. Wirkungsstätte Antonio Vivaldis, nehmen unter unseren Sohlen feste Gestalt an. Die Kirche San Giorgio dei Greci, eine der schönsten Kirchen Venedigs, strahlt schon aus der Ferne und über den Musiksaal („sala della musica“) im „Ospedaletto“ wird Ihnen Ihre Reiseleiterin einiges erzählen können … Gleich nebenan lockt der Duft warmer Cornetti und das unverwechselbare Aroma eines Espresso oder Cappuccino. Wir geben der Versuchung nach, machen eine kurze Pause und schauen einfach mal dem Treiben zu.
Anschliessend schlendern wir noch an der Kirche Santa Maria dei Miracoli und am Teatro Malibran vorbei, bevor unser heutiger Rundgang an der Rialto-Brücke endet.
Individuelles Mittagessen und individuelle Rückkehr zum Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
DIVERTIMENTO-Tipp: Warum nicht einmal, gegen den Rat aller Reiseführer, auf dem Markusplatz einen viel zu teuren Cappuccino trinken?
Denn: Nur so kann man die Schönheit, die Ausmasse und die Eleganz dieses Platzes mit Blick auf eine der prachtvollsten Kirchen der Welt, die Basilika di San Marco, verstehen und in sich aufsaugen.
Am Abend treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Abendessen in einem guten Restaurant.
3. Tag: Samstag, 14. November 2026
Abseits vom Massentourismus wollen wir uns auch heute behutsam und neugierig auf die einlassen und auf Nebenwegen zu Orten der stillen Beschaulichkeit aufbrechen. An der Spitze des Stadtteils Dorsoduro, dort, wo sich der Canale Grande und der Giudecca-Kanal treffen, werden wir heute Vormittag abwechselnd überwältigende Kunst in Kirchen und Museen geniessen, aber auch das Alltagsleben im Viertel erleben. Reinsten Barock verkörpert die Kirche Santa Maria della Salute mit ihren runden Formen und prächtiger Ausstattung. In der Punta della Dogana, am Eingang des Canale Grande, wurden früher die in Venedig ankommenden Waren kontrolliert.
„Changing place, changing time, changing thoughts, changing future“, so steht es auf einer Leuchtschrift von Maurizio Nannucci im Garten des Guggenheim Museums. Jede Reise verändert das eigene Leben, die eigene Zukunft. 1948 kommt Peggy Guggenheim zur ersten Biennale nach dem Krieg nach Venedig. Die Suche nach einem passenden Ort für ihre Kunst führt sie zum Palazzo Venier di Leoni am Canale Grande. Picasso, Dalí, Calder, Mondrian, Ernst, Pollock, Giacometti und andere Künstlergenies kommen, um mit Peggy Guggenheim und ihren Hunden in dem einzigartigen Haus zu leben und zu arbeiten. Heute ist die Sammlung von Peggy Guggenheim das bedeutendste Museum für europäische und amerikanische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Italien.
Nach einer Führung individuelle Verlängerungsmöglichkeit. Individuelles Mittagessen.
Um 14.30 Uhr treffen wir uns im Hotel und gehen zu Fuss (ca. 850 m) zum „Teatro La Fenice“. Umberto Giordanos Meisterwerk „Fedora“ ist nicht einfach nur eine Oper – sie ist das perfekte Spiegelbild für das Venedig der Nachsaison. Die Entscheidung, genau dieses Werk auf einer Musikreise im November zu erleben, erhebt die Reise zu einem einzigartigen, fast schicksalhaften Erlebnis. „Fedora“ ist der Inbegriff des musikalischen Verismo: ungeschminkt, leidenschaftlich, von innerer Zerrissenheit getrieben und zutiefst menschlich. Die Oper erzählt eine Geschichte von schmerzhafter Liebe, dunklen Geheimnissen, bitterem Verrat und unausweichlicher Tragik. Und genau hier liegt die magische Verbindung zum Venedig im November. Die leise, sehnsuchtsvolle Einsamkeit der winterlichen Kanäle hat unsere Seele tagsüber ganz unbemerkt auf die hochempathische Musik des heutigen Abends vorbereitet.
Wenn dann im goldenen Rund des „La Fenice“ die ersten Takte erklingen und die berühmte Arie „Amor ti vieta“ („Die Liebe verbietet dir, nicht zu lieben“) den Raum mit ihrer schmerzhaft schönen Melodie flutet, verschmelzen Raum, Kunstwerk und die Magie Venedigs endgültig. Der furiose emotionale Strudel, in den die Fürstin Fedora und ihr Geliebter Loris hineingezogen werden, spiegelt das dramatische Wechselspiel zwischen dem warmen, schützenden Licht des Opernhauses und der kühlen, geheimnisvollen Dunkelheit der venezianischen Nacht wider. Diese Reise wird dadurch so einzigartig, weil Musik und Kulisse eine perfekte Symbiose eingehen. Wir hören die Tragik nicht nur auf der Bühne, sondern spüren ihre poetische Verwandtschaft mit der Melancholie der Stadt, wenn wir nach der Aufführung über einsame Brücken gehen und das Licht der Laternen im dunklen Wasser tanzt.
Die Oper „Fedora“ von Umberto Giordano beginnt um 15.30 Uhr. Am Abend gemeinsames Abendessen.
4. Tag: Sonntag, 15. November 2026
In Zeiten, in denen die Welt laut, fordernd und oft tief gespalten ist, sehnen wir uns nach Orten, die uns nicht noch mehr Energie rauben, sondern uns sanft auffangen. Genau dieses Wunder vollbringt die „61. Internationale Kunstbiennale“ in Venedig unter dem tief berührenden Motto „In Minor Keys“ (In Moll-Tonarten). Moll ist in der Musik weit mehr als nur Traurigkeit. Es ist die Tonart der Sehnsucht, der Intimität, des tiefen Nachdenkens und der verborgenen Hoffnung.
Und wenn wir so an die letzten Tage zurückdenken, haben wir vielleicht spüren können, dass Venedig im Grunde seines Herzens in Moll komponiert ist. Besonders intensiv wird dieses Gefühl bei unserer heutigen exklusiven Führung mit einem Kunstexperten durch die geschichtsträchtigen Giardini. Der Park im Osten Venedigs verwandelt sich für die Weltkunstschau in einen verwunschenen Garten der Ideen.
Nach dem Frühstück flanieren wir hier von einem Meisterwerk zum nächsten und erleben Weltkunst hautnah. Und dann, wenn das Herz ganz leicht geworden ist, schliesst sich der Kreis und wir müssen (leider) Abschied nehmen von Venedig.
Direkt vom Anleger der „Giardini“ geht es mit unseren privaten Taxi-Booten über das glitzernde Wasser der Lagune direkt zum Flughafen Venedig. Um ca. 13.00 Uhr erreichen wir den Flughafen, wo wir zufrieden und erfüllt unsere Heimreise antreten. 15.00 Uhr: Abflug mit SWISS LX 1663 nach Zürich, wo wir um ca. 16.10 Uhr landen werden. Danach Rückfahrt mit dem Zug nach Basel SBB in der 1. Klasse.















