1. Tag: Donnerstag, 03. Dezember 2026
Am Morgen fahren wir mit dem Zug ohne Umsteigen von Basel SBB zum Airport Zürich (1. Klasse). Um 09.35 Uhr fliegen wir mit SWISS LX 8220 (Direktflug) nach Sevilla, wo wir um 12.10 Uhr landen.
Nach der Entgegennahme des Gepäcks werden wir von unserer örtlichen Reisebegleitung begrüsst und fahren direkt zu unserem Hotel. Nachdem wir unser Gepäck im Hotel abgegeben haben, wollen wir unsere Reise nach Andalusien so starten, wie Spanierinnen und Spanier es auch machen würden – mit einem feinen Mittagessen!
Nach dem gemeinsamen Mittagessen checken wir im Hotel ein. Der Rest des Nachmittages steht zur freien Verfügung. Wir sind heute Morgen alle früh aufgestanden, deshalb gehört der erste Nachmittag unserer Reise erst einmal der Erholung. Gerade am ersten Reisetag tut diese kleine Pause gut.
Am frühen Abend treffen wir uns wieder im Hotel, unternehmen mit unserem örtlichen Guide einen ersten Orientierungsspaziergang und zelebrieren im Anschluss unser Welcome-Dinner in einem gediegenen Restaurant.
2. Tag: Freitag, 04. Dezember 2026
Sevilla – allein schon der Name klingt wie Musik in den Ohren. Es wird wohl seinen Grund gehabt haben, warum sich Komponisten wie Mozart, Verdi, Beethoven oder Bizet bei der Komposition ihrer Werke von Sevilla inspirieren liessen. Über einhundert Stücke, darunter fünf grosse Opern, stehen im Zusammenhang mit Sevilla. Sevilla hat Schriftsteller und Theaterregisseure, Komponisten und Librettisten immer wieder verführt, so auch Beethoven, der seine einzige Oper in Sevilla angesiedelt hat: Fidelio! Und es ist auch so, dass Sevilla selbst wie ein Bühnenbild wirkt – voller Requisiten, die wohlüberlegt platziert sind, wie eine Opernbühne voller Schauspieler, Sänger und Tänzer. „Prächtiges Theater der Welt“ nannte der spanische Poet und Schriftsteller Lope de Vega die Stadt.
Bei der heutigen Stadtbesichtigung führt der Weg u.a. durch den María-Luisa-Park zur Kathedrale, der drittgrössten der Welt. Sie wurde auf den Resten einer zerstörten Moschee gebaut, doch das damalige Minarett, die Giralda – heute Wahrzeichen der Stadt – konnte gerettet werden. Südlich der Kathedrale befinden sich einige imposante Monumente, etwa der im islamischen
Stil erbaute Alcázar mit seinen kunstvollen Wandfliesen. Auch das Künstlerviertel Barrio Santa Cruz mit seinen reich dekorierten Innenhöfen verbreitet orientalisches Flair.
Nach der Stadtführung individuelles Mittagessen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Um 18.00 Uhr treffen wir uns wieder im Hotel und stimmen uns mit feinen Tapas-Spezialitäten auf den bevorstehenden Opernabend ein. Angeführt wird das Ensemble der heutigen Opernpremiere von zwei herausragenden Stimmen der internationalen Opernszene: dem Tenor Celso Albelo und der Sopranistin Ailyn Pérez – gefeierte Puccini-Interpreten in zwei ihrer Paraderollen. Die Oper „La Bohème“ (Premiere) beginnt um 20.00 Uhr.
3. Tag: Samstag, 05. Dezember 2026
Heute geht es nach Córdoba (Entfernung ca. 120 km). Im Mittelalter war Córdoba Hauptstadt des maurischen Spaniens. Von den damals 500 Moscheen steht nur noch die Mezquita. Dieses Bauwerk, die älteste Moschee in Europa, thront wie ein riesiges Schiff über der Stadt und gehört zum Eindrucksvollsten, was die maurische Kultur der Welt hinterlassen hat.
Der Rundgang durch die Altstadt führt auch durch das Judenviertel und durch das wunderschöne Wirrwarr aus engen Gassen, Plätzen und weiss getünchten Innenhöfen. Gemeinsames Mittagessen.
Auf dem Rückweg nach Sevilla besichtigen wir noch die sagenumwobene Palaststadt Medina Azahara, die sich wenige Kilometer ausserhalb von Córdoba befindet. Vor mehr als 1000 Jahren war hier das Regierungszentrum des islamischen Spaniens. Der Kalif liess einen der prunkvollsten Herrschaftssitze der Welt bauen – ein andalusisches Versailles.
Nach unserer Rückkehr in Sevilla Zeit zur freien Verfügung und individuelles Abendessen.
4. Tag: Sonntag, 06. Dezember 2026
Nach dem Auschecken und Gepäckeinladen machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Málaga (Entfernung: ca. 210 km). Als zweitgrösste Stadt von Andalusien verzaubert Málaga mit einer einzigartigen Geschichte vor einer traumhaften Kulisse an der Costa del Sol, der legendären Sonnenküste. Wir erreichen Málaga um die Mittagszeit. Die historische Altstadt liegt friedlich vor uns; keine Menschenmassen versperren den Blick auf die majestätische Architektur. Wir unternehmen einen ersten Orientierungsspaziergang, schlendern durch die marmornen Gassen, in denen der Duft von gerösteten Kastanien und der feine Schein der festlichen Weihnachtsbeleuchtung in der Luft liegen. In einem guten Restaurant stärken wir uns für die kommenden Erlebnisse und Entdeckungen.
Nach dem Einchecken im Hotel Zeit zur freien Verfügung.
Um 17.00 Uhr treffen wir uns wieder im Hotel und unser Privatbus bringt uns zum historischen Opernhaus von Málaga, wo wir heute Abend das Privileg geniessen werden, ein seltenes Juwel abseits des gängigen Opernrepertoires erleben zu dürfen.
Bizet schrieb „Don Procopio“ während seines Studienaufenthalts in Italien – es ist ein Werk voller sprühenden italienischen Witzes, spritziger Melodien und mediterraner Lebensfreude. Wo könnte diese Musik besser atmen als im „Teatro Cervantes“ von Málaga, dem schlagenden, goldenen Herzen des Kulturlebens der Stadt. Seit seiner Einweihung im Jahr 1870 atmet dieses architektonische Juwel pure Theaterromantik und bewahrt den Geist der grossen Epochen, während es gleichzeitig die Gegenwart mit leidenschaftlicher Kunst erfüllt. Musik, Architektur und Klima verschmelzen hier zu einem Gesamtkunstwerk. „Don Procopio“ in Málaga im Dezember zu erleben, ist eine Liebeserklärung an das Leben, die Musik und den Süden, die das Herz mitten im Winter tief wärmt. Und als kulinarischen Nachklang unseres Opernabends und Bizets spritziger Buffo-Arien lassen wir den Tag bei einem Glas wunderbarem Málaga-Wein und traditionellen Tapas Revue passieren.
5. Tag: Montag, 07. Dezember 2026
Abseits des Massentourismus, eingebettet in die tiefe Melancholie der Nachsaison, unternehmen wir heute einen Tagesausflug nach Ronda (Entfernung ca. 65 km). Schon die Fahrt hinauf in die Berge der Serranía de Ronda fühlt sich an wie das leise Vorspiel einer wehmütigen Ouvertüre. Das Licht der Wintersonne ist sanft, fast goldenmatt – ganz ohne die grelle Schärfe und Hitze des Sommers. Und dann liegt sie da: Ronda, eine weitere Perle Andalusiens. Stolz, dramatisch und von einer stillen Wucht, die einem den Atem raubt. Wenn man auf der monumentalen Puente Nuevo steht und in die über einhundert Meter tiefe El- Tajo-Schlucht blickt, schweigen die Gedanken.
Im Sommer schieben sich hier die Menschenmassen durch die Gassen, doch jetzt, im Dezember, gehört dieser Moment fast uns allein. Nur das ferne, dumpfe Rauschen des Guadalevín-Flusses bricht die feierliche Stille. Der Wind schmeckt nach Bergen, Freiheit und Geschichte. Es ist eine Kulisse, so gewaltig und voller Pathos, dass man meint, jeden Moment müsse das Schicksalsmotiv aus Bizets gestriger Oper durch die Schlucht widerhallen. Schliesslich ist es genau diese wilde, andalusische Romantik, die Dichter wie Rainer Maria Rilke und Ernest Hemingway inspirierte und die grossen Komponisten der Operngeschichte träumen liess. Wir unternehmen einen Spaziergang durch die kopfsteingepflasterten, weiss getünchten Gassen der Altstadt und geniessen unser Mittagessen bei landestypischen Spezialitäten in einer rustikalen Bodega.
Am Nachmittag fahren wir zurück nach Málaga. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Individuelles Abendessen.
6. Tag: Dienstag, 08. Dezember 2026
Heute heisst es leider Abschied nehmen von Andalusien. Eine Oper endet (fast) nie ohne ein fulminantes Finale. So soll es auch bei dieser Reise sein, wenn zum Abschluss noch ein Kunst-Highlight auf uns wartet:
Da sitzt er, auf einer Bank im Stadtzentrum von Málaga. In der einen Hand hält er ein Heft, in der anderen einen Bleistift. Er scheint nachzudenken oder etwas zu beobachten. Wer er ist? Picasso! Einer der wunderbarsten Maler der Welt. Picassos Bronzestatue sitzt auf der Plaza de la Merced in Lebensgrösse da. Wenige Meter hinter der Bronzestatue steht das Geburtshaus von Picasso, in dem er am 25. Oktober 1881 zur Welt kam und einen Teil seiner Kindheit verbrachte. Das Geburtshaus ist heute ein kleines Museum. Bei unserer exklusiven Führung treten wir in einen stillen, tiefen Dialog mit den Meisterwerken des grössten Genies der Stadt. Wir spüren, wie das klare, andalusische Winterlicht durch die Innenhöfe fällt und die Farben der Gemälde zum Leben erweckt. Von den emotionalen Anfängen seiner Jugend bis zu den revolutionären Formen seines Spätwerks – hier begegnen wir Picasso so nah und ungestört wie nie zuvor.
Bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen, stärken wir uns noch in einem Restaurant, wo wir ein letztes Mal während unserer Andalusien-Reise unser Glas erheben und auf eine unvergessliche Reise anstossen.
Nach dem Mittagessen fahren wir zum Flughafen, wo wir um ca. 14.30 Uhr ankommen werden. 16.20 Uhr: Abflug mit SWISS LX 2115 (Direktflug) nach Zürich, wo wir um ca. 19.00 Uhr landen werden. Danach Rückfahrt mit dem Zug nach Basel SBB in der 1. Klasse.















