Tag 1: Mittwoch, 25. November 2026
Am frühen Morgen bringt uns ein Bus oder Zug von Basel zum Flughafen Zürich. Um 10.55 Uhr fliegen wir mit SWISS nach Rom, wo wir um 12.25 Uhr landen.
Nach der Entgegennahme des Gepäcks werden Sie von Peter Potoczky begrüsst, der bereits in Rom auf Sie wartet. Wir fahren direkt zu unserem Hotel, wo wir um ca. 15.00 Uhr erwartet werden. Während unsere Koffer auf die Zimmer gebracht werden, geniessen wir im Hotel einen kleinen Willkommens-Apéro. Bei einem Drink und feinen Häppchen kommen wir in Ruhe an. Rom soll nicht mit Hektik beginnen, sondern mit einem ersten Atemzug, einem ersten Blick, einem ersten Gefühl dafür, dass wir in einer Stadt angekommen sind, die nicht umsonst seit Jahrhunderten die Fantasie der Welt beschäftigt. Anschliessend beziehen wir unsere Zimmer.
Der Nachmittag bleibt bewusst frei zum Ankommen, Auspacken, Frischmachen und inneren Umschalten. Gerade am ersten Reisetag tut diese kleine Pause gut – und sie schenkt uns die nötige Ruhe, bevor am Abend der erste grosse musikalische Höhepunkt auf uns wartet.
Ein frühes, leichtes Abendessen im Hotel bereitet uns auf den Konzertabend vor. Danach fahren wir zum Auditorium Parco della Musica. Sol Gabetta und Bertrand Chamayou eröffnen unseren Konzertreigen in der Sala Sinopoli – mit einem Abend, an dem Violoncello und Klavier miteinander singen, ringen und atmen. Benjamin Brittens Sonate beginnt mit scharf gezeichneten Konturen, nervöser Energie und einer Zartheit, die immer wieder unvermittelt aufbricht. Diese Musik sucht keine romantische Behaglichkeit; sie ist konzentriert, verletzlich und von einer inneren Spannung erfüllt, die Violoncello und Klavier bis an die Grenzen des Ausdrucks führt. Bei Edvard Grieg öffnet sich der Klang: Seine Sonate besitzt liedhafte Wärme, grosse Bögen und jene Mischung aus Innigkeit und Aufbegehren, die unmittelbar berührt. Sergej Rachmaninows Sonate schliesslich scheint aus dem vollen Atem der Spätromantik zu leben. Das Violoncello darf singen, glühen und sich in weit ausschwingenden Melodien verlieren, während das Klavier nicht begleitet, sondern mit gleicher Leidenschaft antwortet. Drei Sonaten, drei seelische Landschaften – und ein Auftakt, der von der ersten Stunde an deutlich macht, welch grosse Rolle die Musik auf dieser Reise spielt. Nach dem Konzert bringt uns der Bus zurück zum Hotel.
Tag 2: Donnerstag, 26. November 2026
Der heutige Vormittag führt uns dorthin, wo Rom Weltgeschichte schrieb: zum Forum Romanum. Was heute als Ruinenlandschaft vor uns liegt, war einst das vibrierende Zentrum des römischen Reiches. Hier wurde regiert, prozessiert, geopfert, gefeiert, intrigiert, triumphiert. Säulen, Bögen, Steine und Fragmente erzählen von Macht und Glanz, aber auch von Vergänglichkeit. Für Prof. Peter Blome ist das Forum Romanum eine grosse Bühne. Mit ihm wird dieser Vormittag zu einer lebendigen, beinahe berauschenden Zeitreise: Plötzlich sieht man nicht nur Steine, sondern Menschen, Rituale, Politik, Religion – das Herz einer Welt, die Europa bis heute geprägt hat.
Nach diesem grossen Eintauchen in die Antike kehren wir zum Mittagessen in eine bewährte römische Trattoria ein. Danach fahren wir mit kleinen Bussen hinauf nach San Giovanni in Laterano. Nun wechselt die Perspektive: vom heidnischen Rom zum christlichen Rom, von den Tempeln und Triumphbögen zu Basiliken, Kapellen und frühchristlichen Raumwelten. San Giovanni in Laterano ist nicht einfach eine weitere bedeutende Basilika Roms, sondern die Bischofskirche des Papstes und die ranghöchste der vier päpstlichen Basiliken. Ihre Weite, ihre Würde und ihre geschichtliche Bedeutung machen spürbar, dass Rom nicht nur Hauptstadt eines antiken Reiches war, sondern über Jahrhunderte auch geistliches Zentrum der westlichen Welt.
Anschliessend führt uns Prof. Blome zu Santi Quattro Coronati. Der Klosterkomplex wirkt wie ein stiller Rückzug aus der lauten Stadt: Mauern, Höfe, Gänge, eine fast mittelalterliche Verschlossenheit mitten in Rom. In der San-Silvestro-Kapelle begegnen wir einem kostbaren Zyklus mittelalterlicher Bildkunst, der die Legenden um Papst Sylvester erzählt. Hier wird Geschichte nicht monumental, sondern intim; nicht überwältigend, sondern geheimnisvoll.
Zum Abschluss dieses Nachmittags statten wir Santo Stefano Rotondo einen kurzen Besuch ab, einer der ungewöhnlichsten frühchristlichen Kirchen Roms. Der kreisförmige Zentralbau auf dem Celio führt uns in eine ganz eigene Welt: still, streng, archaisch und von einer fast zeitlosen Feierlichkeit. Nach den grossen Gesten des Forums, der Würde des Laterans und der mittelalterlichen Verschlossenheit von Santi Quattro Coronati begegnet uns hier noch einmal ein anderes Rom: das frühe Christentum als Raum der Sammlung, der Erinnerung und der Zeugenschaft.
Danach fahren wir zurück zum Hotel. Es bleibt Zeit, sich frisch zu machen und die vielen Eindrücke des Tages in Ruhe nachklingen zu lassen.
Am Abend erwartet uns ein sorgfältig ausgewähltes Dinner in einem schöne römischen Restaurant. Nach den grossen Bildern und Geschichten des Tages gehört dieser Abend ganz dem Genuss, dem Gespräch und der Freude, gemeinsam in Rom zu sein. Denn auch das ist Rom: der Duft aus einer Küche, Stimmen an langen Tischen, ein gutes Glas Wein und Gerichte, die von der Stadt und ihrer Umgebung erzählen. Ein Abend ohne Eile – und gerade deshalb ein kostbarer Teil dieser Reise. Anschliessend fahren wir zurück zum Hotel.
Tag 3: Freitag, 27. November 2026
Nach dem Frühstück fahren wir zum Palazzo Massimo alle Terme. Dieses grossartige Museum gehört zu den bedeutendsten Sammlungen antiker Kunst in Rom und ist für eine Reise mit Prof. Peter Blome geradezu ideal. Hier begegnet uns die Antike nicht als Ruine, sondern als Nähe: in Marmorporträts, Skulpturen, Wandmalereien, Mosaiken und Zeugnissen römischer Wohnkultur. Das Wunderbare an diesem Ort ist seine Stille. Nach dem grossen Forum des Vortags treten wir hier in eine andere Antike ein: weniger Staatsmacht, mehr Mensch; weniger Triumphbogen, mehr Blick, Gesicht, Haltung, Interieur. In den berühmten Fresken, in den zarten Farben, in den erhaltenen Räumen römischer Villenkultur scheint für einen Moment der Alltag einer vergangenen Welt auf. Prof. Blome wird uns helfen, diese Werke nicht nur kunsthistorisch einzuordnen, sondern sie als Spuren gelebten Lebens zu verstehen. Danach fahren wir zurück zum Hotel.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Das ist in Rom kein leeres Zeitfenster, sondern ein Geschenk: vielleicht ein Spaziergang zur Spanischen Treppe, ein Blick in eine kleine Kirche, ein stiller Espresso, ein wenig Musse, ein wenig Verlieren in Gassen, in denen man sich am Ende doch immer wiederfindet.
Am frühen Abend treffen wir uns zu einem leichten Dinner vor der Vorstellung. Danach fahren wir zum Teatro Costanzi, dem traditionsreichen Haus des Teatro dell’Opera di Roma. Heute erleben wir dort nicht einfach eine Vorstellung, sondern die Eröffnungspremiere der neuen Opern-Saison 26/27 – einen Abend, auf den Rom mit besonderer Spannung blickt.
Auf dem Programm steht Igor Strawinskys The Rake’s Progress. Wenn sich im Teatro Costanzi der Vorhang zu einer neuen Saison hebt, ist das für Rom weit mehr als ein wichtiger Theatertermin. Es ist ein gesellschaftliches und kulturelles Ereignis, bei dem die Stadt sich selbst begegnet. Im Foyer treffen Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Gesellschaft auf Künstlerinnen und Künstler, treue Operngäste und leidenschaftliche Musikliebhaber. Erwartungen werden ausgetauscht, Blicke wandern, die Aufmerksamkeit ist gespannt – und über allem liegt jenes kaum greifbare Knistern, das nur eine Eröffnungspremiere hervorbringen kann. Für einen Abend scheint sich das kulturelle Leben Roms in diesem Haus zu versammeln. Und dann öffnet sich der Vorhang zu Strawinskys The Rake’s Progress – zu einer Welt, die glänzt, verführt und ihre Abgründe zunächst geschickt verbirgt. Ein junger Mann träumt vom grossen, grenzenlosen Leben und verliert sich immer tiefer im Rausch der Möglichkeiten. Die Musik lächelt, tanzt, flirtet und funkelt; doch hinter ihrer Eleganz wird es plötzlich kalt. Aus Leichtigkeit wird Leere, aus Freiheit Verlorenheit, aus Verführung Einsamkeit. Gerade darin liegt die berührende Kraft dieses Werkes: Strawinsky zieht uns in eine schillernde Welt hinein und lässt uns erst nach und nach spüren, wie brüchig sie ist. Ein Opernabend, der berauscht, verstört und lange nach dem letzten Ton weiterwirkt. Nach der Vorstellung fahren wir zurück zum Hotel.
Tag 4: Samstag, 28. November 2026
Der Vatikan ist vieles zugleich: katholisches Weltzentrum und Wohnsitz der Päpste, souveräner Staat und Schatzkammer, Ort der Frömmigkeit, der Kunst, der Macht und der Geschichte. Kein Rom-Besuch wäre vollständig ohne ihn – aber wir möchten den Vatikan nicht einfach auf den üblichen Wegen erleben. Freuen Sie sich heute auf ein Überraschungs- und Spezialprogramm im Kirchenstaat, das Prof. Peter Blome eigens für uns zusammengestellt hat. Durch seine ausgezeichneten Beziehungen öffnen sich für DIVERTIMENTO Einblicke, die man nicht einfach buchen kann. Während täglich Tausende von Rom-Besucherinnen und -Besuchern den Vatikan auf den bekannten Wegen erleben, dürfen wir uns auf ein Programm freuen, das nur wenigen Menschen zuteil wird: persönlich, kenntnisreich, exklusiv und getragen von jener Nähe, die eine Reise mit DIVERTIMENTO so besonders macht. Rom hat viele Türen. Manche sieht man sofort, andere muss man kennen. Und manche öffnen sich nur, wenn Vertrauen, Erfahrung und persönliche Beziehungen zusammenkommen.
Nach diesem eindrücklichen Vormittag kehren wir in einem nahegelegenen Restaurant zum Mittagessen ein. Anschliessend fahren wir zurück zum Hotel. Der Nachmittag bleibt frei zum Ausruhen, Nachklingenlassen oder für eigene kleine Unternehmungen.
Da das heutige Konzert bereits um 18:00 Uhr beginnt, fahren wir bereits am späten Nachmittag zur Sala Santa Cecilia im Auditorium Parco della Musica . Dort erleben wir das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Daniel Harding. Solistin in Richard Strauss’ Vier letzten Liedern ist die Sopranistin Rachel Willis-Sørensen. Schon in den ersten Takten von Strauss’ Don Juan springt uns das Orchester mit jugendlicher Kühnheit entgegen. Die Musik stürzt sich ins Leben, leuchtet, verführt und jagt von einem Augenblick zum nächsten – doch hinter allem Glanz liegt auch eine rastlose Sehnsucht, die niemals ganz zur Ruhe kommt. In den Vier letzten Liedern verwandelt sich dieser Überschwang in etwas vollkommen anderes: in Abendlicht, Erinnerung und Abschied. Über dem grossen Orchester schwebt die menschliche Stimme, als hielte sie die Zeit für einen Moment an. Diese Musik spricht von Vergänglichkeit, aber ohne Bitterkeit – innig, leuchtend und von beinahe schwereloser Schönheit. Danach führt uns Brahms’ Vierte Sinfonie in eine dunklere, strengere Welt. Ihre Leidenschaft ist gebändigt, aber gerade deshalb von ungeheurer Kraft. Im Finale wächst aus einer alten, unerbittlich wiederkehrenden Form ein gewaltiger Strom von Schmerz, Widerstand und Grösse. So wird dieser letzte Konzertabend zu einem symphonischen Bogen von überschäumendem Leben über stillen Abschied bis zu tiefster Erschütterung.
Nach dem Konzert geniessen wir ein gemeinsames leichtes Nachtessen bevor uns der Bus wieder zurück ins Hotel bringt.
Tag 5: Sonntag, 29. November 2026
Heute heisst es bereits wieder Abschied nehmen. Aber Rom wäre nicht Rom, wenn es uns einfach ziehen liesse.
Nach dem Frühstück, dem Checkout und dem Verladen des Gepäcks gehen wir nur wenige Schritte zum Palazzo Barberini, der unserem Hotel unmittelbar gegenüberliegt. Hinter seiner eindrucksvollen Fassade öffnet sich eine der bedeutenden römischen Gemäldesammlungen – ein wunderbarer Ort für den letzten Vormittag unserer Reise. In den Sälen der Pinakothek begegnen wir grossen Bildwelten, wechselnden Epochen und jener besonderen Verbindung von Kunst, Geschichte und Inszenierung, die Rom so unverwechselbar macht. Prof. Peter Blome wird unseren Blick noch einmal auf ausgewählte Werke, ihre Geschichten und ihren historischen Zusammenhang lenken. Nach den Ruinen, Kirchen, Palästen und musikalischen Erlebnissen der vergangenen Tage erscheint die Ewige Stadt hier ein letztes Mal in konzentrierter Form: als ein Ort, an dem Schönheit niemals nur Dekoration ist, sondern immer auch von Menschen, Glauben, Macht und Sehnsucht erzählt.
So endet unsere Romreise nicht mit einem Nachklang, sondern mit einem letzten Aufleuchten – in Bildern, Farben und Geschichten. Nach einem leichten Mittagessen fahren wir zum Flughafen Rom. Um 16.40 Uhr fliegen wir mit SWISS zurück nach Zürich, wo wir um 18.15 Uhr landen. Anschliessend bringt uns ein Bus oder Zug zurück nach Basel.















