Tag 1: Freitag, 20. November 2026
Am frühen Morgen bringt uns ein Bus oder Zug von Basel zum Flughafen Zürich. Um 10.55 Uhr fliegen wir mit ITA Airways nach Rom, wo wir um 12.25 Uhr landen. Nach der Entgegennahme des Gepäcks werden wir von unserer örtlichen Reisebegleitung begrüsst und fahren direkt zu unserem Hotel, wo wir um ca. 15.00 Uhr erwartet werden. Während unsere Koffer auf die Zimmer gebracht werden, geniessen wir im Hotel einen kleinen Willkommens-Apéro. Bei einem Drink und feinen Häppchen kommen wir in Ruhe an. Rom soll nicht mit Hektik beginnen, sondern mit einem ersten Atemzug, einem ersten Blick, einem ersten Gefühl dafür, dass wir in einer Stadt angekommen sind, die nicht umsonst seit Jahrhunderten die Fantasie der Welt beschäftigt. Anschliessend beziehen wir unsere Zimmer. Der Nachmittag bleibt bewusst frei zum Ankommen, Auspacken, Frischmachen und inneren Umschalten. Gerade am ersten Reisetag tut diese kleine Pause gut – und sie schenkt uns die nötige Ruhe, bevor am Abend der erste grosse musikalische Höhepunkt auf uns wartet. Ein frühes, leichtes Abendessen im Hotel bereitet uns auf den Konzertabend vor. Danach fahren wir zum Auditorium Parco della Musica, wo uns das Orchestra e Coro dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano erwartet. Auf dem Programm stehen Goffredo Petrassis Salmo IX und Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Sechste Sinfonie, die Pathétique. Das ist ein bemerkenswerter Auftakt: Petrassi, der grosse italienische Komponist des 20. Jahrhunderts, führt uns mit seinem Psalm in eine Welt geistiger Dringlichkeit. Und dann Tschaikowsky: die Pathétique, diese letzte Sinfonie voller Schönheit, Schmerz, Aufbegehren und Abschied. Sie steht nicht im sakralen Zentrum der Reise – und gerade deshalb ist sie so wertvoll. Sie gibt dem Programm eine menschliche Tiefe, eine grosse symphonische Gegenstimme zu den geistlichen Klangräumen der kommenden Abende. Nach dem Konzert bringt uns der Bus zurück zum Hotel.
Tag 2: Samstag, 21. November 2026
Der heutige Vormittag führt uns dorthin, wo Rom Weltgeschichte schrieb: zum Forum Romanum. Was heute als Ruinenlandschaft vor uns liegt, war einst das vibrierende Zentrum des römischen Reiches. Hier wurde regiert, prozessiert, geopfert, gefeiert, intrigiert, triumphiert. Säulen, Bögen, Steine und Fragmente erzählen von Macht und Glanz, aber auch von Vergänglichkeit. Für Prof. Peter Blome ist das Forum Romanum eine grosse Bühne. Mit ihm wird dieser Vormittag zu einer lebendigen, beinahe berauschenden Zeitreise: Plötzlich sieht man nicht nur Steine, sondern Menschen, Rituale, Politik, Religion – das Herz einer Welt, die Europa bis heute geprägt hat. Nach diesem grossen Eintauchen in die Antike kehren wir zum Mittagessen in eine bewährte römische Trattoria ein. Danach fahren wir mit kleinen Bussen hinauf nach San Giovanni in Laterano. Nun wechselt die Perspektive: vom heidnischen Rom zum christlichen Rom, von den Tempeln und Triumphbögen zu Basiliken, Kapellen und frühchristlichen Raumwelten. San Giovanni in Laterano ist nicht einfach eine weitere bedeutende Basilika Roms, sondern die Bischofskirche des Papstes und die ranghöchste der vier päpstlichen Basiliken. Ihre Weite, ihre Würde und ihre geschichtliche Bedeutung machen spürbar, dass Rom nicht nur Hauptstadt eines antiken Reiches war, sondern über Jahrhunderte auch geistliches Zentrum der westlichen Welt. Anschliessend führt uns Prof. Blome zu Santi Quattro Coronati. Der Klosterkomplex wirkt wie ein stiller Rückzug aus der lauten Stadt: Mauern, Höfe, Gänge, eine fast mittelalterliche Verschlossenheit mitten in Rom. In der San-Silvestro-Kapelle begegnen wir einem kostbaren Zyklus mittelalterlicher Bildkunst, der die Legenden um Papst Sylvester erzählt. Hier wird Geschichte nicht monumental, sondern intim; nicht überwältigend, sondern geheimnisvoll. Zum Abschluss dieses Nachmittags statten wir Santo Stefano Rotondo einen kurzen Besuch ab, einer der ungewöhnlichsten frühchristlichen Kirchen Roms. Der kreisförmige Zentralbau auf dem Celio führt uns in eine ganz eigene Welt: still, streng, archaisch und von einer fast zeitlosen Feierlichkeit. Nach den grossen Gesten des Forums, der Würde des Laterans und der mittelalterlichen Verschlossenheit von Santi Quattro Coronati begegnet uns hier noch einmal ein anderes Rom: das frühe Christentum als Raum der Sammlung, der Erinnerung und der Zeugenschaft. Danach fahren wir zurück zum Hotel. Es bleibt Zeit, sich frisch zu machen. Nach einem leichten Dinner fahren wir zum Konzert. Am Abend erwartet uns einer der festlichen Höhepunkte der Reise: Die Wiener Philharmoniker musizieren unter der Leitung von Riccardo Muti Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Auf dem Programm stehen die Krönungsmesse C-Dur KV 317 und das Ave verum corpus D-Dur KV 618. Der genaue Aufführungsort und die Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. Mozarts Krönungsmesse ist Musik von festlicher Klarheit, von Glanz und innerer Ordnung. Das Ave verum corpus dagegen ist kaum mehr als ein musikalisches Gebet – schlicht, innig, vollkommen. Gerade diese Gegenüberstellung macht den Abend so kostbar: hier das Feierliche, dort das ganz Zarte; hier die Architektur der Messe, dort ein paar Minuten reiner, schwereloser Andacht. Mit den Wiener Philharmonikern und Riccardo Muti erhält dieser Mozart-Abend eine Ausstrahlung, die man ohne Übertreibung als aussergewöhnlich bezeichnen darf. Nach dem Konzert Transfer zurück zum Hotel.
Tag 3: Sonntag, 22. November 2026
Nach dem Frühstück fahren wir zum Palazzo Massimo alle Terme. Dieses grossartige Museum gehört zu den bedeutendsten Sammlungen antiker Kunst in Rom und ist für eine Reise mit Prof. Peter Blome geradezu ideal. Hier begegnet uns die Antike nicht als Ruine, sondern als Nähe: in Marmorporträts, Skulpturen, Wandmalereien, Mosaiken und Zeugnissen römischer Wohnkultur. Das Wunderbare an diesem Ort ist seine Stille. Nach dem grossen Forum des Vortags treten wir hier in eine andere Antike ein: weniger Staatsmacht, mehr Mensch; weniger Triumphbogen, mehr Blick, Gesicht, Haltung, Interieur. In den berühmten Fresken, in den zarten Farben, in den erhaltenen Räumen römischer Villenkultur scheint für einen Moment der Alltag einer vergangenen Welt auf. Prof. Blome wird uns helfen, diese Werke nicht nur kunsthistorisch einzuordnen, sondern sie als Spuren gelebten Lebens zu verstehen. Danach fahren wir zurück zum Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Das ist in Rom kein leeres Zeitfenster, sondern ein Geschenk: vielleicht ein Spaziergang zur Spanischen Treppe, ein Blick in eine kleine Kirche, ein stiller Espresso, ein wenig Musse, ein wenig Verlieren in Gassen, in denen man sich am Ende doch immer wiederfindet. Am frühen Abend treffen wir uns zu einem leichten Dinner vor dem Konzert. Danach fahren wir zur Päpstlichen Basilika St. Paul vor den Mauern, einer der bedeutendsten Basiliken der Christenheit. Der Abend trägt den Titel „Geistliche Erhebung zu Ehren von Papst Leo“ und umfasst Werke von Lorenzo Perosi und Valentino Miserachs Grau. St. Paul vor den Mauern ist kein Raum, den man einfach betritt. Man wird kleiner in ihm – und zugleich weiter. Obwohl 1822 durch eine gewaltige Feuerbrunst stark beschädigt und dann quasi neu aufgebaut, vermittelt der Bau den reinsten Eindruck einer frühchristlichen monumentalen Basilika. Die langen Säulenreihen, die feierliche Weite, die Erinnerung an den Apostel Paulus, die goldene, fast überirdische Ruhe dieses Ortes: All das wird Teil des musikalischen Erlebnisses. Wenn sich hier Chorstimmen und Orgelklang entfalten, ist das nicht einfach ein Konzertabend, sondern eine römische Stunde von grosser Sammlung. Perosi, einst eine der prägenden Gestalten der italienischen Kirchenmusik, und Miserachs, eng mit der päpstlichen Musikkultur verbunden, führen uns in eine Klangwelt, die aus Liturgie, Tradition und spiritueller Würde gewachsen ist. Nach dem Konzert fahren wir zurück zum Hotel.
Tag 4: Montag, 23. November 2026
Der Vatikan ist vieles zugleich: katholisches Weltzentrum und Wohnsitz der Päpste, souveräner Staat und Schatzkammer, Ort der Frömmigkeit, der Kunst, der Macht und der Geschichte. Kein Rom-Besuch wäre vollständig ohne ihn – aber wir möchten den Vatikan nicht einfach auf den üblichen Wegen erleben. Freuen Sie sich heute auf ein Überraschungs- und Spezialprogramm im Kirchenstaat, das Prof. Peter Blome eigens für uns zusammengestellt hat. Durch seine ausgezeichneten Beziehungen öffnen sich für DIVERTIMENTO Einblicke, die man nicht einfach buchen kann. Während täglich Tausende von Rom-Besucherinnen und -Besuchern den Vatikan auf den bekannten Wegen erleben, dürfen wir uns auf ein Programm freuen, das nur wenigen Menschen zuteil wird: persönlich, kenntnisreich, exklusiv und getragen von jener Nähe, die eine Reise mit DIVERTIMENTO so besonders macht. Rom hat viele Türen. Manche sieht man sofort, andere muss man kennen. Und manche öffnen sich nur, wenn Vertrauen, Erfahrung und persönliche Beziehungen zusammenkommen. Nach diesem eindrücklichen Vormittag kehren wir in einem nahegelegenen Restaurant zum Mittagessen ein. Anschliessend fahren wir zurück zum Hotel. Der Nachmittag bleibt frei zum Ausruhen, Nachklingenlassen oder für eigene kleine Unternehmungen. Individuelles Abendessen. Am Abend treffen wir uns wieder im Hotel und fahren gemeinsam zur Päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore. Dort erleben wir Claudio Monteverdis Il Vespro della Beata Vergine, die berühmte Marienvesper, mit dem Oxford Philharmonic Orchestra & Choir unter der Leitung von Marios Papadopoulos. Dieser Abend könnte einer der bewegendsten Momente der ganzen Reise werden. Monteverdis Marienvesper ist ein Werk an der Schwelle der Zeiten: noch verwurzelt in der alten geistlichen Ordnung, aber schon durchglüht von barocker Theatralik, Farbe, Echo, Raumwirkung und menschlicher Stimme.
Sie ist Gebet und Fest, Liturgie und Klangpracht, Andacht und musikalisches Staunen. Und Santa Maria Maggiore ist dafür ein Ort von überwältigender Symbolkraft: eine der grossen Marienkirchen Roms, ehrwürdig, prachtvoll, getragen von Jahrhunderten des Gebets. Wenn Monteverdis Musik in diesem Raum erklingt, dann dürfte sich für einen Moment alles verbinden, was diese Reise ausmacht: Rom, Glaube, Geschichte, Kunst und Klang. Nach dem Konzert Transfer zurück zum Hotel.
Tag 5: Dienstag, 24. November 2026
Heute heisst es bereits wieder Abschied nehmen. Aber Rom wäre nicht Rom, wenn es uns einfach ziehen liesse. Nach dem Check-out und dem Verladen des Gepäcks fahren wir ins Stadtviertel Sallustiano und widmen den Vormittag dem barocken Rom – jener Epoche, in der Stein zu Bewegung, Raum zu Drama und Glaube zu grosser Inszenierung wurde. Unser erstes Ziel ist Santa Maria della Vittoria. Von aussen könnte man beinahe vorübergehen. Innen aber wartet eines der berühmtesten Werke Gian Lorenzo Berninis: die Ekstase der heiligen Teresa. Diese Skulpturengruppe scheint die Grenzen des Marmors aufzuheben. Sie atmet, schwebt, bebt. Bernini verwandelt mystische Erfahrung in Licht, Bewegung und Theatralik – ein Meisterwerk, das bis heute irritiert, berührt und überwältigt. Nur wenige Schritte entfernt erwartet uns San Carlo alle Quattro Fontane, liebevoll «San Carlino» genannt. Francesco Borromini, Berninis grosser Rivale, schuf hier auf engstem Raum ein Wunderwerk der Architektur. Nichts ist starr, nichts bloss dekorativ. Wände schwingen, Linien fliessen, der Raum öffnet sich nach oben wie ein Gedanke, der sich nicht festhalten lässt. Wenn Bernini das Theater liebt, liebt Borromini das Geheimnis der Form. Zum Abschluss kehren wir noch einmal zu Bernini zurück: Sant’Andrea al Quirinale gilt als eines seiner vollkommensten Spätwerke. Dieser Raum ist klein und doch von grosser innerer Weite; konzentriert und zugleich festlich; beinahe wie eine geistliche Oper in Stein. So endet unsere Romreise nicht mit einem Nachklang, sondern mit einem letzten Aufleuchten. Nach einem leichten Mittagessen fahren wir zum Flughafen Rom. Um 16.40 Uhr fliegen wir mit ITA Airways zurück nach Zürich, wo wir um 18.15 Uhr landen. Anschliessend bringt uns ein Bus oder Zug zurück nach Basel. Programm- und Besetzungsänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.












