1. Tag: Donnerstag, 04. Februar 2027
09.36 Uhr: Fahrt mit dem Zug ab Basel SBB nach Zürich zum Flughafen. Abflug nach Athen (Direktflug) mit SWISS LX 1838 um 13.10 Uhr. Ankunft in Athen um 16.50 Uhr. Nach der Entgegennahme unseres Gepäcks, Transfer zu unserem 5-Sterne- Hotel „Electra Metropolis“ im Zentrum der Stadt. Schon auf der Fahrt dorthin erfahren wir Wissenswertes über Athen, eine der ältesten Städte der Welt und die Wiege der europäischen Kultur. Die Hauptstadt Griechenlands ist seit ca. 5.000 Jahren durchgehend besiedelt und das macht die Stadt für eine Städtereise so interessant: Nirgendwo sonst bietet sich dem Besucher eine derartige Fülle an historisch bedeutenden Sehenswürdigkeiten und sehr gut erhaltenen Bauwerken aus der Antike. In Athen kann man Menschheitsgeschichte hautnah erleben, sehen und fühlen. Um ca. 18.30 Uhr erreichen wir unser Hotel. Nach dem Einchecken treffen wir uns wieder und zelebrieren unser Welcome-Dinner in einem guten Restaurant in der Nähe des Hotels.
2. Tag: Freitag, 05. Februar 2027
Prunkstück Athens und das Wahrzeichen der Stadt: Die Akropolis! Seit 2600 Jahren überragt der Burgberg, die antike Stadtbefestigung, die alte und junge Stadt. Hier ist die Wiege der Demokratie, der heilige Tempel der Stadtpatronin Athena und einer der wichtigsten kulturgeschichtlichen Orte für Europa. Wir beginnen den Tag mit einer Führung durch das weitläufige Gelände der Akropolis, in deren Mitte sich majestätisch der Parthenon- Tempel erhebt, bis heute das Heiligtum ganz Griechenlands und der besterhaltene antike Tempel der Welt. Nach dem Akropolis-Rundgang besuchen wir das weltberühmte Akropolis-Museum. Das moderne mit mehr als 100 Betonsäulen und viel Glas gestaltete Gebäude ist ein Blickfang und ein architektonisches Meisterwerk. Nach einem leichten Mittagessen bringt uns der Bus wieder zurück zum Hotel. Der Rest des Nachmittages steht zur freien Verfügung. Um 18.30 Uhr treffen wir uns wieder im Hotel, geniessen einen feinen Konzertaperitif und fahren im Anschluss zum Konzerthaus von Athen zum Gedenkkonzert „120. Geburtstag von Dmitri Schostakowitsch“ – 120 Jahre eines Genies, das die Schmerzen, die Ängste und den unbändigen Überlebenswillen einer ganzen Epoche in Noten goss. Seine 10. Sinfonie in e-Moll, Op. 93 gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Sie ist ein monumentales Dokument der Zeitgeschichte, ein zutiefst persönliches Bekenntnis und ein musikalischer Triumph über die Tyrannei. Schostakowitsch hat überlebt. Seine Musik hat die Diktatoren überlebt, sie hat die Zensur überlebt, und heute Abend hat sie die Zeit besiegt. Der letzte Ton verhallt, und für einen langen, heiligen Moment könnte im Megaron- Konzerthaus von Athen absolute Stille herrschen. Dann bricht der Sturm los – ein Applaus, der wie eine Befreiung wirkt, getragen von Tränen, Erleichterung und tiefer, ehrfürchtiger Dankbarkeit für ein Genie, das uns auch über ein Jahrhundert nach seiner Geburt noch zeigt, was es bedeutet, Mensch zu sein. Das Konzert mit dem „Athens State Orchestra“, das älteste und bedeutendste symphonische Ensemble Griechenlands, beginnt um 20.30 Uhr.
3. Tag: Samstag, 06. Februar 2027
Wenn Steine sprechen könnten! Der Peloponnes hat Geschichten über Geschichten zu erzählen. In keiner anderen griechischen Region konzentriert sich so viel Geschichte und Kultur wie auf dem Peloponnes. DAS Highlight dieser südgriechischen Halbinsel ist die Ausgrabungsstätte von Epidauros. Wir nehmen die schöne Küstenstrasse, machen einen Fotostopp am berühmten Kanal von Korinth und erreichen nach ca. 2 Stunden Fahrt unser Ziel. Inmitten einer schönen Parklandschaft öffnet sich nicht nur das imposante Theater, es öffnen sich auch die Ruinen eines Stadions, der Asklepios-Tempel sowie römische Thermen und Gästehäuser. Nach einer Führung durch das Gelände fahren wir weiter ans Meer nach Náfplion. Ein herzerwärmender Anblick, dieser kleine Hafenort, ein Traumziel. Und obwohl der Ort für viele die schönste Stadt Griechenlands ist, hat sich das kaum ausserhalb Griechenlands herumgesprochen. Nur wenige internationale Touristen reisen hierher. Das Peloponnes-Städtchen ist ein Ziel für Liebhaber, fast ein Geheimtipp. Das sehen nicht nur die Griechen selbst so, die den Hafenort einst zur ersten Hauptstadt ihres modernen Staates machten. Auch Slawen, Byzantiner, Franken, Venezianer und Türken waren von ihren Reizen so beeindruckt, dass sie Náfplion nacheinander und immer wieder besetzten. Die Schöne hält auf einer felsigen Landzunge Audienz. Wie ein kornblumenblauer Teppich hat sich der Argolische Golf der Stadt zu Füssen gelegt. Von seinen Ufern steigen hohe, von wilden Feigenkakteen überwucherte Klippen auf. Möwen hängen aufgeplustert am Himmel, wilde Kräuter würzen die Luft, Mohnblumen und Orchideen flirten mit der jetzt schon frühlingshaften Sonne. Doch Náfplion ist nicht bloss schön, sondern auch ein ausgesprochen geschichtsträchtiger Ort. Durch das ganze Zentrum zieht sich ein Netz historisch bedeutsamer Gebäude. Ottomanische Brunnen, Museen, Kirchen und Kunsthallen, das ehemalige Parlamentsgebäude und alte Moscheen verraten, wie alt die Stadt schon ist: Fast 3000 Jahre hat sie bereits auf dem Buckel. Das erste griechische Parlament tagte damals in der einstigen Vouleftiki-Moschee, Familien der Oberschicht luden zu Tanz- und Literaturabenden in ihre Salons. Das Städtchen wurde plötzlich zur politischen Bühne, Machtspiele und Intrigen waren an der Tagesordnung. Nach einer Stadtführung geniessen wir ein Mittagessen in einer urigen Taverne. Nach dem Mittagessen bleibt Zeit für einen individuellen Rundgang, bevor wir am Nachmittag wieder zurück nach Athen fahren. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.
4. Tag: Sonntag, 07. Februar 2027
Den heutigen Vormittag wollen wir nutzen, um noch tiefer in das Herz dieser wunderbaren Stadt zu blicken. Wir starten unsere Besichtigungstour mit einem Spaziergang über den antiken Markt- und Versammlungsplatz, der Agorá. Über 1.000 Jahre lang, vom 5. Jh. v. Chr. bis 580 n. Chr., war hier der Mittelpunkt des kommerziellen und gesellschaftlichen Lebens. Auf einer annähernd quadratischen Fläche von etwa 120 mal 120 m hatten viele politische Institutionen ihren Sitz, Götter ihre Tempel, Helden ihre Statuen. Hier provozierte der Philosoph Sokrates die Athener, hier verbrachten Dichter wie Aischylos und Euripides, Politiker wie Perikles und Themistokles, Denker wie Platon und Aristoteles viele Stunden. Hier wurden auch demokratische Wahlen abgehalten, Theaterstücke aufgeführt und Sportwettkämpfe ausgetragen. Anschliessend wollen wir noch mehr erfahren über Land und Leute und gehen ein Stück weiter zum neuen Maria-Callas-Museum. „In erster Linie gehöre ich dem griechischen Volk. Ich bin vielleicht mit einem Italiener verheiratet. Ich habe zwar Auszeichnungen aus der ganzen Welt erhalten, aber mein Blut ist griechisch und niemand kann das ändern.“ Dieser Audioausschnitt aus einem seltenen Radiointerview mit Maria Callas aus dem Jahr 1957 wird im Aufzug abgespielt, während wir in den zweiten Stock des neuen Maria-Callas-Museums in Athen hinauffahren. Es ist der erste von vielen Audio-Ausschnitten, den wir während unseres Besuches im weltweit ersten Museum zu hören bekommen, das dem Leben und Werk von „La Divina“ gewidmet ist. Am 25. Oktober 2023 weihte die Stadt Athen das lang erwartete Maria-Callas-Museum ein, das in einem dreistöckigen neoklassizistischen Gebäude in der Mitropoleos-Strasse 44 gegenüber der Athener Kathedrale untergebracht ist. Nach der Führung individuelles Mittagessen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Um 17.30 Uhr fahren wir zur Griechischen Nationaloper. Der italienische Stararchitekt Renzo Piano hat für 600 Millionen Euro aus Stiftungsgeldern im Süden Athens ein Kulturzentrum der Extraklasse errichtet. In seinem Inneren birgt das „Stavros Niarchos Foundation Cultural Center“ nicht nur die Nationalbibliothek, sondern auch ein Opernhaus. Alles vom Feinsten: Das warme Rot der Sitze und der Holzverkleidung aus amerikanischem Kirschbaum verleiht dem Zuschauerraum in reizvollem Gegensatz zu der luftig-transparenten, aus viel Glas vom Architekten hingezauberten Aussenfassade eine wohlige Atmosphäre. Vom Dach des Opernhauses öffnet sich zur einen Seite der Blick auf den Saronischen Golf bis hinaus zu den Inseln Salamis und Ägina, auf der anderen Seite zum hoch über der Stadt Athen thronenden Parthenon. Einmalig! Die Oper „Tosca“ beginnt um 18.30 Uhr. Nach der Aufführung geniessen wir im Hotel ein leichtes Abendessen.
5. Tag: Montag, 08. Februar 2027
Leider müssen wir heute schon wieder Abschiednehmen von Athen. Nach unserem letzten gemütlichen Frühstück unternehmen wir einen Spaziergang durch das Szene- und Künstlerviertel im Stadtteil Psirri. Früher war der Stadtteil berüchtigt für seine Unterwelt, seine Revolutionäre und Bohemiens. Psirri, das sind viele kleine Gassen mit vielen kleinen Geschäften, vom alteingesessenen Laden bis zur eben eröffneten Galerie. In den Werkstätten alter Handwerker, die sich die Strassen mit jungen, wilden Modedesignern und Konzeptkünstlern teilen, spürt man die Seele Athens. Hier vermischt sich das Gestern mit dem Morgen. Es ist ein Schmelztiegel der Kontraste: Da ist die raue, fast düstere Poesie der verlassenen Fabriken, die im nächsten Moment vom warmen, goldenen Licht unzähliger Lichterketten und dem Lachen der Menschen in den Bars weggespült wird. Zwischen Überresten aus der Antike und restaurierten Bürgerhäusern aus dem 19. Jahrhundert unternehmen wir heute Vormittag einen Streifzug durch die Geschichte Athens, geniessen die ganz besondere Stimmung, lassen uns treiben und kehren zum Mittagessen ein in ein gutes Restaurant, um ein letztes Mal die ausgezeichnete griechische Küche zu geniessen. Nach dem Mittagessen fahren wir zum Flughafen. Rückflug mit SWISS LX 1839 nach Zürich um 17.40 Uhr. Ankunft in Zürich um 19.35 Uhr. Danach bringt uns der Zug zurück nach Basel.














