1. Tag: Freitag, 19. März 2027
09:08 Uhr: Abfahrt mit dem Zug von Basel nach Aix-en-Provence. Ankunft in Aix-en-Provence um 14:49 Uhr und Transfer zu unserem Hotel „Renaissance Aix-en-Provence“. Nach dem Einchecken Zeit zur freien Verfügung. Am Abend unternehmen wir einen ersten Orientierungsspaziergang und zelebrieren im Anschluss unser Welcome-Dinner in einem guten Restaurant in der Nähe des Hotels.
2. Tag: Samstag, 20. März 2027
Keine andere Stadt der Provence entspricht vom Platanenboulevard bis zum schmiedeeisernen Campanile so sehr den Sehnsuchtsbildern des Südens wie Aix. Wer an Aix-en-Provence denkt, hat malerische Impressionen vor Augen und Paul Cézanne im Sinn. Der berühmteste Sohn der Stadt verewigte im 19. Jahrhundert das unvergleichliche Licht und die betörenden Farben der Provence in seinen Gemälden. Für viele Franzosengilt Aix-en-Provence als die schönste Stadt Frankreichsund 80% der Franzosen würden am liebsten hier leben. Noble Barockpalais, eine Vielzahl von Brunnen, ein Gewirr von malerischen Gassenmachen den besonderen Reiz dieser Stadt aus. Bei einem ausführlichen Spaziergang besichtigen wir u.a. das von Adelspalästen geprägte Mazarin-Viertel, das Rathaus und die Kathedrale Saint-Sauveur. Nach der Führung individuelles Mittagessenund individuelle Rückkehr zum Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Um18.30 Uhr treffen wir uns zu einem leichten Abendessen im Hotel. Nur wenige Schritte sind es anschliessendbis zum „Grand Théâtre de Provence“und zum ersten musikalischen Höhepunkt dieser außergewöhnlichen DIVERTIMENTO-Reise. Das „Orchestre de Chambre de Lausanne“ heisst uns, unter der feinsinnigen Leitung des Stargeigersund Dirigenten Renaud Capuçon, willkommen. Das Konzert beginnt um 20:30 Uhr.
3. Tag: Sonntag, 21. März 2027
Die königlichen Festungen vor Marseille wareneinst mit zwei Reihen Kanonen bestückt. Eine Reihe zielte aufs Meer, die andere in die Stadt, denn die Herrschenden in Paris misstrauten dem aufmüpfigen Süden schon immer. Nach der Revolution verlor Marseille zur Strafe für die Unbotmässigkeit sogar seinen Namen. In den letzten Jahren wurde „la ville rebelle“, die aufsässige Stadt, hübsch und sauber gemacht. Nach unserem Frühstück fahren wir nach Marseille (Entfernung ca. 40 km), dem Tor nach Frankreich und Tor zur Welt. Bevor wir am frühen Nachmittag zu Gast im Opernhaus von Marseille sind, wollen wir uns am Vormittag Zeit nehmen, um Südfrankreichs heimliche Hauptstadt kennenzulernen. Während der Stadtrundfahrt entdecken wir die 2600-jährigeGeschichte der ältesten Stadt Westeuropas: Den Vieux Port, die Altstadt Panier und natürlich die Kirchen, darunter deren berühmteste Vertreterin, die Basilika Notre-Dame de la Garde, die über den Vieux-Port und die Einwohner Marseilles wacht. Nach einem leichten Mittagessen fahren wir zum Opernhaus von Marseille, wo sich um 14:30Uhr der Vorhang hebt für Donizettis Meisterwerk „Maria Stuarda“. Leidenschaftliche Konflikte um Glaube, Zweifel, Liebe, Hass, Eifersucht, Treue, Verblendung und (selbst-)zerstörerisches Macht streben schildert Donizetti mit schwelgerischen Melodien in dieser konzertanten Version der Oper. Nach der Oper Rückfahrt zum Hotel und Zeit zur freien Verfügung. Individuelles Abendessen.
4. Tag: Montag, 22. März 2027
Arles zelebriert die Leichtigkeit des Seins. Das haben wohl auch die Kelten gewusst, die einsthier siedelten, ehe Griechen aus Massilia die Region kolonialisierten und drei Römer die Stadtprägten – Julius Cäsar, Augustus und Konstantin. Mit 50.000 Einwohnern war Arles damals eine antike Grossstadt. Die Hauptstadt der Camargue liegt zwischen Weinstöcken und blühendem Mohn, Stier- und Pferdeweiden und rauschendem Korn. Arles ist ein kulturelles Juwel und eine Stadt mit über 2.000-jähriger Geschichte. Nach Rom ist Arles die Stadt mit den meisten römischen Bauwerken. Der heutige Tagesausflug ist somit auch ein Ausflug in die Antike. Nach der Stadtführung gemeinsames Mittagessen und Rückfahrt zum Hotel und Zeit zur freien Verfügung. Individuelles Abendessen. Heute gehen wir ein zweites Mal ins „Grand Théâtre de Provence“, wo uns ein Abend im Zeichen der Unendlichkeit erwartet: Wenn Hélène Grimaud in der magischen Atmosphäre von Aix-en-Provence die Bühne betritt, um die beiden ultimativen Abschiedswerke der Klavierliteratur zu spielen, überschreitet die Musik die Grenzen des Irdischen. Das Klavierkonzert mit Hélène Grimaud beginnt um 20:30 Uhr.
5. Tag: Dienstag, 23. März 2027
Heute heisst es Abschied nehmen von Aix-en-Provence. Unsere Fahrt durch den Süden Frankreichs führt uns mit einem modernen Reisebus nach Lyon (Entfernung ca. 320 km). Wenn wir die stolze Kulturstadt Aix-en-Provence hinter uns lassen, entfaltet sich vor unserem Busfenster ein lebendiges Gemälde. Vorbei an sanften Hügeln, die im warmen Licht des Südens leuchten, und den Silhouetten stolzer Zypressen, zieht die Provence wie ein stiller Film an uns vorbei. Zur Mittagszeiterreichen wir das geschichtsträchtige Avignon. Das Volkslied „Sur le pont d’Avignon“ über die alte Steinbrücke St.- Bénézet hat den Namen Avignon weltbekannt gemacht. Doch ihre wahre Bedeutung erlangte die Stadt im 14. Jahrhundert, als sie Sitz der Päpste war. Sieben französische Päpste residierten in Avignon.67 Jahre war die Stadt Sitz des Heiligen Stuhls und Zentrum der Christenheit. Avignon wurde zum magischen und kulturellen Mittelpunkt Europas. Bei einem Spaziergang wollen wir das malerische Zentrum Avignons näher kennenlernen und zur Mittagszeit noch einmal die provenzalische Küche geniessen. Gestärkt und voller neuer Eindrucke setzen wir unsere Fahrt nach Lyon fort. Die Landschaft wandelt sich langsam, wird wilder und majestätischer, je weiter wir entlang der Rhône nach Norden gleiten. Am späteren Nachmittag erreichen wir schliesslich Lyon, die strahlende Lichterstadt und kulinarische Hauptstadt Frankreichs. Nach dem Einchecken Zeit zur freien Verfügung und gemeinsames Abendessen im Hotel.
6. Tag: Mittwoch, 24. März 2027
Nach dem Frühstück unternehmen wir eine ausführliche Stadtrundfahrt. Lyon, Frankreichs drittgrösste Stadt, hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten massiv verändert. Der umtriebige Bürgermeister hat das Rhôneufer zu einer grosszügigen Freizeitzone umgestalten lassen, die Altstadt mit ihren herrlichen Renaissance-Ensembles und klassizistischen Prachtstrassen ist liebevoll restauriert, und die vielen jungen Leute, die bis spät in die Nacht hinein auf den Boulevards flanieren, zeigen, dass die Stadt inzwischen für viele eine echte Alternative zum stressigen Paris darstellt. Und diese fast 2.000Jahre alte Stadt hat so viel zu bieten: Römische Ruinen, mittelalterliche Kirchen, Renaissance-Gebäude und einen der grössten Plätze Europas. Natürlich fahren wir auch hinauf auf den Fourvière Hügeln zur Kirche Notre-Dame de Fourvière. Hier haben wir die Möglichkeit, die grossartige Aussicht auf Lyon zu geniessen. In gewisser Weise ist auch die Oper von Lyon das Symbol dieses jungen Lyon, denn schon der Bau direkt gegenüber dem Rathaus an der belebten Place des Terreaux steht für diese glückliche Symbiose aus Alt und Neu. Das hoch aufragende Tonnendach, das Frankreichs Stararchitekt Jean Nouvel dem historischen Bau bei der Rundrenovierung 1989verpasste, ist längst zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Die Opéra de Lyon zählt zu den spannendsten Opernhäusern Europas und gilt nach Paris als das zweitwichtigste Opernhaus Frankreichs. Nach der Stadtrundfahrt individuelles Mittagessen und Zeit zur freien Verfügung. Um 18:00 Uhr treffen wir uns wieder im Hotel, geniessen unseren Opernaperitif und freuen uns auf den bevorstehenden Opernabend. Gaetano Donizettis „Lucrezia Borgia” ist nach wie vor ein unterschätztes Werk. Zu selten gespielt, gebührt nun der Opéra de Lyon die Ehre, die Oper auf die Bühne zu bringen. Es erwartet uns eine Geschichte um die tragische Zerrissenheit einer berüchtigten Herrscherin zwischen ihren mörderischen Staatsgeschäften und ihrer tiefen mütterlichen Liebe. Die Oper „Lucrezia Borgia“ beginnt um 20:00 Uhr.
7. Tag: Donnerstag, 25. März 2027
Was sind das für fliessende und phantasievolle Formen? Was ist das für eine atemberaubende Architektur? Direkt am südlichen Tor der Stadt, wo die Autobahn in Richtung Mittelmeer startet, liegt ein spektakuläres Museumsgebäude, das wie eine Kristallwolke aus Glas und Stahl über dem Wasser zu schweben scheint. Zwischen den Flüssen Rhône und Saône, direkt an deren Zusammenfluss an der Spitze der Halbinsel Presqu’île liegt das futuristische Haus, eine Art Kultur-Arche mit über 2,2 Millionen Exponaten und eines der grössten Naturkunde-Museen in Frankreich. Seine Architektur ist aussergewöhnlich und macht es zu einem neuen Wahrzeichen Lyons. Und weil es sich um ein Naturkunde-Museum der Superlative handelt, wollen wir uns heute Vormittag Zeit nehmen und während einer Sonderführung einige Highlights der Ausstellung kennenlernen. Nach einem Mittagsimbiss im Museums-Restaurant machen wir uns mit unserem Privatbus auf den Weg zum Bahnhof von Lyon. Rückfahrt mit dem TGV nach Basel um 16:00 Uhr. Ankunft Basel um 19:50 Uhr.















