Tag 1: Sonntag, 16. Mai 2027
Bienvenidos a Málaga
Unsere Reise beginnt mit dem Transfer per Bus oder Zug zum Flughafen Zürich. Um 09.35 Uhr fliegen wir mit SWISS LX 2110 direkt nach Málaga, wo wir um 12.25 Uhr landen. Schon beim Anflug beginnt dieses südliche Versprechen: Licht, Meer, Berge, Palmen – und die Ahnung, dass Andalusien uns in den nächsten Tagen mit offenen Armen empfangen wird.
Nach unserer Ankunft werden wir am Flughafen von unserem lokalen Gästeführer begrüsst und zu unserem zentral gelegenen Hotel Palacio Solecio gebracht. Da unsere Zimmer zu dieser Stunde noch nicht bezugsbereit sind, geniessen wir zunächst ein gemeinsames Mittagessen im Hotel oder in unmittelbarer Umgebung. Anschliessend beziehen wir unsere Zimmer und haben etwas Zeit, in Ruhe anzukommen.
Am frühen Abend treffen wir unseren lokalen Gästeführer in der Hotellobby. Gemeinsam unternehmen wir einen ersten Spaziergang durch die nähere Umgebung und die historische Altstadt. Málaga hat in den vergangenen Jahrzehnten eine erstaunliche Wandlung erlebt: Aus der traditionsreichen Hafen- und Handelsstadt ist eine der spannendsten Kulturmetropolen Südspaniens geworden. Historische Bauten und elegante Plätze, maurische Spuren, verwinkelte Gassen, zeitgenössische Architektur, Museen und mediterrane Lebensfreude verbinden sich hier zu einer Atmosphäre, die sofort verführt.
Unser Spaziergang führt uns schliesslich zu einem ausgewählten Restaurant. Bei unserem Welcome Dinner stossen wir auf die kommenden Tage an und geniessen unseren ersten Abend in Andalusien. Nach dem Essen spazieren wir gemeinsam zurück zu unserem Hotel.
Tag 2: Montag, 17. Mai 2027
Picasso, Renaissance und maurisches Málaga
Nach dem Frühstück widmen wir uns der Geschichte und Kunst Málagas. Alle Besichtigungen des Vormittags liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt – und doch führen sie uns durch Jahrhunderte.
Unser erster Besuch gilt der Kathedrale von Málaga, einem der bedeutendsten Renaissancebauwerke Andalusiens. Nach der Rückeroberung Málagas durch die Katholischen Könige im Jahr 1487 entstand sie ab dem 16. Jahrhundert an der Stelle der ehemaligen Hauptmoschee. Ihre lange Baugeschichte hinterliess Spuren verschiedener Stilepochen. Besonders charakteristisch ist der unvollendete zweite Turm, dem die Kathedrale ihren Beinamen La Manquita – «die Einarmige» – verdankt.
Im Inneren erwarten uns Kapellen, Kunstwerke, steinerne Pracht und das monumentale Chorgestühl mit bedeutenden Schnitzarbeiten des Barockbildhauers Pedro de Mena. Málaga zeigt hier sein feierliches Gesicht – und zugleich jene Überlagerung von Kulturen, die Andalusien so reich macht.
Nur wenige Schritte weiter begegnen wir einem Künstler, dessen Name untrennbar mit Málaga verbunden ist: Pablo Picasso. Er wurde hier 1881 geboren und verbrachte seine ersten Lebensjahre in der Stadt. Das Museo Picasso Málaga befindet sich im prachtvollen Palacio de Buenavista, einem Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert, in dem Renaissancearchitektur und maurische Mudéjar-Elemente aufeinandertreffen. Bei unserer privaten Führung verfolgen wir Picassos aussergewöhnliche künstlerische Entwicklung und entdecken, wie radikal und spielerisch er sich während seines langen Lebens immer wieder neu erfand.
Nach diesem kunstreichen Vormittag ist es Zeit für die kulinarische Seite Andalusiens. In einem lokalen Restaurant geniessen wir ein gemeinsames Mittagessen. Die Küche Málagas ist geprägt vom Mittelmeer und vom fruchtbaren Hinterland: frischer Fisch, Gemüse, Mandeln, Zitrusfrüchte und natürlich ausgezeichnetes Olivenöl. Bei gutem Essen und einem Glas Wein bleibt Zeit für Gespräche und Genuss.
Am Nachmittag bringt uns der Reisebus hinauf zum Castillo de Gibralfaro, das hoch über Málaga thront. Seine heutige Gestalt erhielt die Festung vor allem im 14. Jahrhundert unter der muslimischen Nasriden-Dynastie. Von den mächtigen Mauern öffnet sich ein herrlicher Blick über Stadt, Hafen, Stierkampfarena und Mittelmeer. Hier oben versteht man Málaga mit einem Blick: als Hafenstadt, als Festung, als Tor zu Andalusien – und bald auch als Ausgangspunkt unserer Reise auf See.
Nach der Besichtigung bringt uns der Bus zurück zum Hotel. Der Abend steht Ihnen zur freien Verfügung. Vielleicht schlendern Sie noch einmal durch die Altstadt, spazieren an der Hafenpromenade entlang oder lassen sich in einer Tapas-Bar vom Rhythmus des andalusischen Abends treiben.
Tag 3: Dienstag, 18. Mai 2027
Ronda, Olivenhaine und der Ruf des Meeres
Nach dem Frühstück heisst es Abschied nehmen von Málaga – aber nur vorläufig, denn am Abend kehren wir in den Hafen zurück, wo bereits das nächste Kapitel wartet. Wir checken aus, verladen unser Gepäck in den Reisebus und fahren in Richtung andalusisches Hinterland.
Unsere Fahrt führt uns über eine eindrucksvolle Panoramastrasse hinauf in die Bergwelt der Serranía de Ronda. Olivenhaine, schroffe Felsen, weite Täler und das flirrende Licht Andalusiens begleiten uns, bevor wir einen der spektakulärsten Orte Spaniens erreichen: Ronda.
Die Stadt liegt auf einem mächtigen Felsplateau, das von der tiefen Schlucht El Tajo geteilt wird. Über dem Río Guadalevín erhebt sich die berühmte Puente Nuevo, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde und heute das unverwechselbare Wahrzeichen Rondas ist. Ihre monumentalen Steinbögen scheinen mit den Felswänden verwachsen zu sein – als hätte die Landschaft selbst beschlossen, Architektur zu werden.
Ronda ist auch eng mit der Geschichte des spanischen Stierkampfs verbunden. Wir besuchen die historische Plaza de Toros, die Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und mit ihrer klassizistischen Architektur zu den bedeutendsten Arenen Spaniens zählt. Dabei betrachten wir den Stierkampf bewusst als Teil der spanischen Kulturgeschichte. Die Tradition verliert seit Jahren deutlich an Bedeutung und wird in der spanischen Gesellschaft zunehmend kritisch diskutiert. Im Vordergrund stehen für uns die Architektur, die historische Bedeutung dieses Ortes und die Welt der andalusischen Reitkunst.
Nach unserem Aufenthalt in Ronda sind es nur wenige Minuten bis zu einem Ort, der einen faszinierenden Kontrast zur historischen Stadt bildet. Inmitten der Olivenhaine erhebt sich LA Almazara, ein spektakulärer Bau aus Beton und Cortenstahl des französischen Designers Philippe Starck. Eine Olivenölmühle – und zugleich Produktionsstätte, Museum, architektonisches Statement und Gesamtkunstwerk.
Bereits die Fassade spielt mit den Symbolen Andalusiens: ein monumentales Stierhorn aus Stahl, ein riesiges Auge, archaische Zeichen, moderne Formen, Landschaft und Surrealismus. Auch Picasso klingt hier nach – und plötzlich schliesst sich ein überraschender Bogen zu unserem gestrigen Besuch in Málaga.
Bei einer privaten Führung entdecken wir nicht nur die Architektur von LA Almazara, sondern widmen uns auch einem der kostbarsten Erzeugnisse Andalusiens: dem Olivenöl. Wir erfahren, wie aus frisch geernteten Oliven hochwertiges natives Olivenöl entsteht und wie unterschiedlich Olivenöle in Aroma und Charakter sein können. Eine Degustation darf selbstverständlich nicht fehlen.
An diesem aussergewöhnlichen Ort geniessen wir auch unser gemeinsames Mittagessen. Umgeben von Olivenhainen und der Berglandschaft rund um Ronda verbinden sich Architektur, Kunst, Landschaft und Kulinarik zu einem besonderen Abschluss unserer Tage an Land.
Am Nachmittag fahren wir zurück nach Málaga. Gegen 17.00 Uhr erreichen wir den Hafen. Und dort liegt sie: die SEA CLOUD SPIRIT. Stolz, elegant, verheissungsvoll. Unser schwimmendes Grandhotel für die kommenden vier Nächte.
Wir gehen an Bord, beziehen unsere Kabinen und lassen das besondere Gefühl wirken, das nur ein Segelschiff schenken kann: Holz unter den Füssen, Takelage über uns, Meer ringsum, ein Hauch von Abenteuer und sehr viel kultivierte Geborgenheit.
Nach einem leichten Dinner an Bord erwartet uns ein exklusiver Abend im Automobilmuseum von Málaga. In der historischen Tabakfabrik von 1927 entdecken wir aussergewöhnliche Fahrzeuge von der Belle Époque bis zur Gegenwart. Swing- und Jazzklänge sowie das Flair der 1920er-Jahre verleihen diesem Abend eine besondere Atmosphäre aus Eleganz, Design und automobiler Geschichte.
Spätabends kehren wir zurück an Bord. Um 23.00 Uhr verlässt die SEA CLOUD SPIRIT den Hafen von Málaga. Vielleicht stehen Sie dann noch einmal an Deck, während die Lichter der Stadt langsam kleiner werden und vor uns die dunkle Weite des Meeres beginnt.
Tag 4: Mittwoch, 19. Mai 2027
Gibraltar – an der Schwelle zweier Meere
Der heutige Vormittag gehört dem Schiff, dem Wind und dem Meer. Nach den erlebnisreichen Tagen in Andalusien verändert sich der Rhythmus. Nichts drängt. Die SEA CLOUD SPIRIT gleitet entlang der südlichen Küste Europas, und wir dürfen tun, was auf diesem Schiff besonders kostbar ist: ankommen im eigenen Tempo.
Auf den weitläufigen Teakholzdecks lässt sich wunderbar flanieren, schauen, lesen, träumen. Vielleicht erleben wir bereits heute, wie die Mannschaft in die Takelage steigt und die Segel von Hand setzt. Dann wird aus Seefahrt ein Schauspiel von grosser Schönheit: Konzentration, Handwerk, Wind, Stoff, Seile, Kommandos – und plötzlich blähen sich die Segel, als würde das Schiff selbst tief Luft holen.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Gibraltar. Kaum ein Ort markiert den Übergang zwischen Mittelmeer und Atlantik so eindrucksvoll wie dieser berühmte Felsen. Seit der Antike beflügelt die Meerenge die Fantasie: Hier endete die bekannte Welt, hier öffnete sich der Blick ins Weite. Europa und Afrika rücken einander nahe, das Mittelmeer verabschiedet sich, der Atlantik wartet.
Am Nachmittag haben Sie Gelegenheit, an einem von SEA CLOUD CRUISES angebotenen Landausflug teilzunehmen oder die Stunden an Bord zu geniessen. Vielleicht möchten Sie den Felsen erleben, vielleicht lieber den Blick vom Deck schweifen lassen. Beides gehört zu dieser Reise: das Entdecken – und das Lassen.
Um 18.00 Uhr verlässt die SEA CLOUD SPIRIT Gibraltar und nimmt Kurs auf Cádiz. Der Abend gehört wieder dem Bordleben: einem feinen Dinner, guten Gesprächen, Meeresluft und jenem unvergleichlichen Gefühl, unterwegs zu sein, ohne gehetzt zu werden.
Tag 5: Donnerstag, 20. Mai 2027
Cádiz – helles Andalusien am Atlantik
Am Morgen laufen wir in Cádiz ein. Die Stadt liegt wie ein heller Stein im Atlantik, fast vollständig vom Wasser umgeben, vom Licht umspült und vom Meer geprägt. Cádiz zählt zu den ältesten Städten Europas und war über Jahrhunderte ein Tor zur Welt: zu Handel, Aufbruch, Entdeckungen und grossen Geschichten.
Hier ist Andalusien anders als in Málaga oder Ronda. Weniger Berg, mehr Meer. Weniger Mittelmeerduft, mehr Atlantiksalz. Cádiz besitzt eine helle, offene, maritime Schönheit: Plätze, Gassen, Kirchen, Märkte, Fassaden, über denen das Licht manchmal fast weiss zu werden scheint.
SEA CLOUD CRUISES bietet heute verschiedene Landausflüge an. Vielleicht zieht es Sie nach Cádiz selbst, vielleicht nach Jerez de la Frontera mit seinen Bodegas, seiner Sherry-Tradition und der andalusischen Reitkunst, vielleicht auch nach Sevilla, jener grossen andalusischen Metropole im Landesinneren. Jede Variante erzählt eine andere Facette Südspaniens: Cádiz vom Meer und vom Atlantik, Jerez von Wein, Pferdekultur und feiner Lebensart, Sevilla von maurisch-christlichem Glanz, Palästen, Gärten und überwältigender Schönheit.
Am Abend kehren wir an Bord zurück. Um 18.00 Uhr verlässt die SEA CLOUD SPIRIT Cádiz. Nun liegt ein ganzer Tag unter Segeln vor uns – ein Tag, an dem die Reise ganz bei sich selbst ankommt.
Tag 6: Freitag, 21. Mai 2027
Ein Tag unter Segeln
Heute schreibt der Wind das Programm.
Kein Museum, kein Transfer, kein Stadtplan. Nur Meer, Himmel, Schiff und Horizont. Ein ganzer Tag unter Segeln ist auf der SEA CLOUD SPIRIT kein Pausentag, sondern ein Höhepunkt. Hier zeigt dieses Schiff seine Seele.
Vielleicht beginnt der Morgen mit einem Kaffee an Deck, während das Licht über dem Wasser liegt. Vielleicht suchen Sie sich einen stillen Platz mit Blick auf die Reling. Vielleicht beobachten Sie die Crew bei der Arbeit, wenn sie mit beeindruckender Präzision die Segel setzt. Auf einem Schiff wie diesem ist das kein beiläufiger Vorgang, sondern eine Choreografie: Menschen, Seile, Masten, Wind – und dann dieses wunderbare Aufblühen der Segel.
Lassen Sie Ihren Gedanken Flügel wachsen. Geniessen Sie die Grosszügigkeit der Decks, die Aufmerksamkeit der Crew, die Küche an Bord, das leise Schaukeln des Schiffes und den Luxus, einmal nicht erreichbar sein zu müssen für alles, was sonst den Alltag taktet. Zwischen Spanien und Portugal, zwischen Mittelmeer und Atlantik, zwischen Erleben und Nachklingen, entfaltet diese Reise heute ihre vielleicht stillste Poesie.
Am Abend geniessen wir das Bordleben ein letztes Mal in seiner ganzen Schönheit. Noch einmal Dinner an Bord, noch einmal Meerblick, noch einmal das Gefühl, Teil einer Reise zu sein, die nicht einfach befördert, sondern verwandelt.
Tag 7: Samstag, 22. Mai 2027
Auf dem Tejo nach Lissabon und ein Abend voller Fado
Früh am Morgen nähert sich die SEA CLOUD SPIRIT der portugiesischen Küste. Dann beginnt einer jener Momente, die man nicht planen kann und doch nie vergisst: die Fahrt auf dem Tejo nach Lissabon.
Die Stadt erscheint langsam. Erst Licht, dann Ufer, dann Brücken, Hügel, Fassaden, Kuppeln, Aussichtspunkte. Lissabon kommt nicht auf einen zu wie eine gewöhnliche Hafenstadt. Lissabon taucht auf – beinahe theatralisch, als hätte sie gewartet, bis das Licht richtig steht.
Um 08.00 Uhr erreichen wir die portugiesische Hauptstadt. Nach einem letzten Frühstück an Bord heisst es um 09.00 Uhr Abschied nehmen von unserem schwimmenden Zuhause. Unser Gepäck wird direkt zum Hotel gebracht; wir selbst begegnen Lissabon zunächst zu Fuss.
Vom Anleger spazieren wir gemütlich am Tejo entlang zur Praça do Comércio, diesem grossen, offenen Platz, der sich wie eine Bühne zum Fluss hin öffnet. Weiter geht es durch die Baixa und hinauf Richtung Chiado, wo Lissabon seine elegante, literarische und leicht melancholische Seite zeigt. Wir wollen die Stadt nicht überfallen. Wir wollen sie atmen lassen – und uns mit ihr.
In einem stilvollen Restaurant im Chiado geniessen wir unser gemeinsames Mittagessen. Danach fahren wir zu unserem Hotel The One Palácio da Anunciada, beziehen die Zimmer und haben Zeit zum Ausruhen.
Am Abend erwartet uns ein zutiefst portugiesischer Moment: ein exklusiver Fado-Abend in kleinem, authentischem Rahmen. Kein touristisches Spektakel, keine Folklore für Durchreisende, sondern eine nahe Begegnung mit jener Musik, die Lissabon seit Generationen in sich trägt. Fado erzählt von Sehnsucht, Erinnerung, Liebe, Verlust, Meer und Heimkehr. Er ist Musik gewordene Saudade.
Bei gutem Essen, portugiesischem Wein und den Stimmen der Sängerinnen und Sänger tauchen wir ein in die Seele dieser Stadt. Nach der Weite des Meeres klingt Lissabon heute Abend zum ersten Mal ganz unmittelbar.
Tag 8: Sonntag, 23. Mai 2027
Azulejos, Paläste und portugiesische Noblesse
Der heutige Tag gehört einer Kunstform, ohne die Portugal nicht denkbar wäre: den Azulejos. Diese glasierten Keramikfliesen sind weit mehr als Schmuck. Sie erzählen Geschichten, fangen Licht ein, gliedern Räume, verwandeln Wände in Bilder und geben Kirchen, Palästen, Bahnhöfen und Häusern ihre unverwechselbare Poesie.
Am Vormittag besuchen wir das Museu Nacional do Azulejo. In einem ehemaligen Kloster entfaltet sich die Geschichte dieser Kunst vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart: Ornament und Erzählung, Farbe und Architektur, höfische Repräsentation und volkstümliche Bildlust. Wer Lissabon verstehen möchte, muss seine Azulejos sehen – denn in ihnen zeigt sich Portugal als Land des Lichts, der Muster, der Erzählfreude und der stillen Melancholie.
Nach einem leichten Mittagessen führt uns der Nachmittag zu einem der schönsten Orte der Stadt: dem Palácio Fronteira. Etwas ausserhalb des Zentrums gelegen und nicht Teil des üblichen Standardprogramms, öffnet dieser Palast eine Tür in das aristokratische Lissabon. Hier verbinden sich Azulejos, Gärten, Terrassen, Wasser, Innenräume und Ausblicke zu einer Atmosphäre von grosser Noblesse.
Bei einer privaten Führung erleben wir, wie Kunst, Architektur und Gartenkultur einander durchdringen. Vormittags die grosse Übersicht im Museum, nachmittags ihre Anwendung in Palast und Garten: Dieser Tag erzählt Lissabon über Farbe, Keramik, Licht und portugiesische Eleganz.
Der Abend steht zur freien Verfügung. Nach so vielen Eindrücken ist dies kein Leerraum, sondern eine Einladung. Vielleicht möchten Sie in einem schönen Restaurant essen, durch Chiado oder Baixa schlendern oder in der Nähe unseres Hotels einen Drink geniessen. Lissabon belohnt alle, die sich treiben lassen.
Tag 9: Montag, 24. Mai 2027
Belém – Seefahrer, Stein und süsse Versuchung
Nach dem Frühstück widmen wir uns Belém, jenem Stadtteil am Tejo, in dem Portugal wie kaum irgendwo sonst von Aufbruch, Seefahrt und Weltblick erzählt. Nach unserer eigenen kleinen Atlantikpassage mit der SEA CLOUD SPIRIT ist Belém der ideale Ort, um die maritime Geschichte des Landes zu erleben.
Hier wird der Fluss weit, der Himmel gross, die Architektur hell. Wir sehen das Mosteiro dos Jerónimos, eines der grossen Monumente der Manuelinik, von aussen und lassen seine reiche Steinornamentik, seine Geschichte und seine symbolische Kraft auf uns wirken. Auch das Padrão dos Descobrimentos und der Torre de Belém gehören zu diesem Vormittag. Zwischen Fluss, Himmel und heller Steinarchitektur spürt man, wie sehr Lissabon vom Wasser her gedacht werden muss.
Natürlich darf auch ein süsser Klassiker nicht fehlen: ein charmanter Abstecher zu den berühmten Pastéis de Belém. Wir machen daraus kein touristisches Gedränge, sondern einen kleinen, genussvollen Moment, der einfach zu Lissabon gehört.
Nach dem Mittagessen setzen wir unser Kulturprogramm mit einem Besuch der Gulbenkian-Stiftung fort. Die Sammlung gehört zu den bedeutenden kulturellen Institutionen der Stadt und bildet einen schönen Kontrast zu Belém: ruhiger, kontemplativer, internationaler. Hier begegnen sich Kunst, Sammlergeschichte und eine angenehm kultivierte Atmosphäre.
Am Abend beschliessen wir unsere Reise mit einem gediegenen Farewell-Dinner in einem sehr guten Restaurant. Málaga, Ronda, die SEA CLOUD SPIRIT, Gibraltar, Cádiz, ein Tag unter Segeln, die Einfahrt auf dem Tejo, Fado, Azulejos und Belém – vieles wird an diesem Abend noch einmal nachklingen. Bei gutem Essen und einem schönen Glas Wein feiern wir den Schluss einer Reise, die Land und Meer, Kunst und Lebensart, Windjammer-Romantik und südliche Poesie auf wunderbare Weise verbunden hat.
Tag 10: Dienstag, 25. Mai 2027
Abschied mit Aussicht: Alfama und Heimreise
Ein letzter Vormittag in Lissabon soll nicht gehetzt sein. Diese Stadt verabschiedet man nicht mit einem Pflichtprogramm, sondern mit einem Blick, einem letzten Spaziergang, vielleicht einem Kaffee, einem Stück Licht.
Nach dem Frühstück und dem Check-out widmen wir uns der Alfama, dem ältesten und vielleicht atmosphärischsten Viertel der Stadt. Hier ist Lissabon noch einmal ganz Lissabon: steile Gassen, Treppen, kleine Plätze, Wäsche an Balkonen, gekachelte Fassaden, plötzliche Ausblicke, Stimmen, Schatten, Sonne und dieses kaum übersetzbare Gefühl von Saudade.
Wir nutzen einen Aufzug in die Höhe, um den Spaziergang angenehm zu gestalten. Danach lassen wir uns langsam bergab treiben, vorbei an Aussichtspunkten und durch jene Strassen, in denen das alte Lissabon noch spürbar ist.
Zum Abschluss geniessen wir einen letzten Lunch oder Aperitif mit Aussicht, bevor uns der Bus zum Flughafen bringt. Um 15.45 Uhr fliegen wir mit SWISS zurück nach Zürich, wo wir um 19.40 Uhr landen. Anschliessend bringt uns ein Bus oder Zug zurück nach Basel.
Programm- und Fahrplanänderungen bleiben vorbehalten.
UNSER SCHIFF: SEA CLOUD SPIRIT
Die SEA CLOUD SPIRIT ist weit mehr als ein Kreuzfahrtschiff. Sie ist ein Versprechen. Ein Dreimast-Windjammer des 21. Jahrhunderts, der klassische Segelromantik mit modernem Komfort verbindet; ein Schiff, auf dem das Meer nicht weit unten und hinter Glas stattfindet, sondern ganz nah ist – im Wind, im Licht, im Klang der Segel, im Blick über die Reling.
Seit Sommer 2021 bereichert die SEA CLOUD SPIRIT als «grosse Schwester» die Flotte von SEA CLOUD CRUISES. Luxuriöse Kabinen, teilweise mit Balkon, ein weitläufiges Sonnendeck, genussvolles Fine Dining und ein exklusiver Spa- und Wellnessbereich machen sie zu einem schwimmenden Refugium für Menschen, die das Meer nicht nur überqueren, sondern erleben möchten.
Das eigentliche Wunder aber geschieht an Deck. Wenn die Mannschaft in die Takelage steigt und die Segel von Hand setzt, wird die Seereise zu einem Schauspiel von fast archaischer Schönheit. 4’100 Quadratmeter Segelfläche fangen den Wind ein – und plötzlich spürt man, warum diese Form des Reisens bis heute eine so tiefe Sehnsucht auslöst.
Auf den Teakholzdecks der SEA CLOUD SPIRIT lassen Sie Ihren Gedanken Flügel wachsen. Der Wind, das Meer und die Weite des Horizonts: den Elementen ganz nah – und zugleich geborgen in der kultivierten Eleganz eines der schönsten Grosssegler unserer Zeit.











